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Schnallt der Krösus Toyota Timo Glocks Gürtel schon 2010 enger? © getty

Um neue Teams zu ködern, hält der FIA-Präsident an der Etatbegrenzung fest - doch die soll zunächst freiwillig und "ein bisschen" höher als gedacht sein. Den Folgsamen winken Privilegien.

Paris - FIA-Präsident Max Mosley hat für das Jahr 2010 in der Formel 1 die Einführung einer freiwilligen Budgetobergrenze angekündigt, allerdings bei mehr als den zunächst geplanten 30 Millionen Pfund (33 Millionen Euro).

"Alles geht voran wie geplant. Es werden ein bisschen mehr als die 30 Millionen, aber wir waren erfolgreich", sagte der Chef des Automobil-Weltverbandes FIA nach der außerordentlichen Sitzung des World Motor Sport Council am Mittwoch in Paris. (61191DIASHOW: Die Etats der Königsklasse)

Dort wurde neben der Strafe für McLaren-Mercedes in der "Lügen-Affäre" (Silberpfeile: Sperre auf Bewährung) auch über die Budgetgrenze gesprochen. Die genauen Details wird die FIA am Donnerstag bekannt geben.

Mosley: "Wir würden viele Teams verlieren"

Mosley verteidigte in Paris noch einmal seinen Plan. "Wenn wir das nicht machen würden, dann würden wir viele Teams verlieren", meinte der Brite.

Mosley hatte zuletzt die Teams angeschrieben, sie sollten ihre Vorstellungen zum Thema Budgetgrenze einbringen.

Offen war neben der Höhe vor allem die Frage, ob auch die Fahrergehälter mit unter die Grenze fallen sollen oder nicht.

Verband erhofft sich Chancengleichheit

Einführen will die FIA diese Grenze zunächst auf freiwilliger Basis.

Wer sich dieser Kostendeckelung unterwirft, soll mehr technische Freiheiten erhalten. Der Verband will für Chancengleichheit im Vergleich mit Teams ohne Obergrenze sorgen.

Dass dieses Vorgehen quasi zwei verschiedene technische Reglements innerhalb einer Serie einführt, war ein weiterer Kritikpunkt an den FIA-Plänen. (Auch Ferrari droht mit Ausstieg)

Neue Teams in Formel 1 locken

Ein Ziel der neuen Regelung soll sein, neue Teams in die Formel 1 zu locken.

Zurzeit haben unter anderem der Rennwagenbauer Lola, die Firma Prodrive des früheren Benetton- und BAR-Teamchefs David Richards - vielleicht mit Unterstützung von Aston Martin - und ein neues Team aus den USA Interesse an einem Einstieg.

Auch das eine oder andere GP2-Team liegäugelt mit dem Aufstieg in die Formel 1. (FIA-Köder findet Abnehmer)

Reizvoll auch für aktuelle Teams

Mosley hofft, dass auch die bestehenden Teams seine Idee annehmen.

"Ich denke, sie werden es attraktiv finden. Wie jeder andere auch müssen sie Geld sparen", sagte Mosley:

"Sie müssen auch an das Geld ihrer Anteilseigner denken und können es nicht mehr so ausgeben wie in alten Tagen. Ich denke, wenn sie die Zahlen sehen, werden alle unter die Obergrenze kommen. Ich hoffe es zumindest."

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