vergrößernverkleinern
Vettel liegt in der WM mit 18 Punkten auf Rang drei hinter Button und Barrichello © getty

Sebastian Vettel sagt vor dem Spanien-Grand-Prix: "Ziel ist es, immer und überall zu gewinnen." Das kommt bei einigen Teams gut an.

Barcelona - Ausruhen nach dem traumhaften Saisonstart ist kein Thema, Sebastian Vettel will auch beim Europa-Auftakt der Formel 1 in Barcelona (1. Freies Training, Freitag 10 Uhr LIVE ) ganz vorne mitmischen - unbeeindruckt von allen Gerüchten um seine Person.

Der Red-Bull-Pilot setzt sich und seinem Team hohe Ziele: "Vier Rennen liegen hinter uns und 13 vor uns. Ziel ist es, immer und überall zu gewinnen, das auch im Hinblick auf die WM", sagt Vettel.

Nach der erfolgreichsten Woche seiner Karriere mit dem Sieg in China und Platz zwei in Bahrain hatte der 21-jährige Hesse zu Hause die Erlebnisse nur kurz Revue passieren lassen.

"Es ist natürlich ein schönes Gefühl. Familie und Freunde teilen die Freude mit einem", sagt er: "Aber man lebt nicht in Erinnerungen, in der Formel 1 geht es immer weiter. Wer rastet, der rostet. Also habe ich die Zeit mehrheitlich genutzt, um mich vorzubereiten."

Kein KERS, kein Doppel-Diffusor - kein Problem?

Vettels Auto wurde ebenfalls verbessert, obwohl er auf einen Doppel-Diffusor und das Energie-Rückgewinnungs-System KERS weiter warten muss. Darin sieht der aktuelle WM-Dritte aber kein Problem (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

"Ich denke, wir haben schon bei den letzten Rennen gezeigt, dass wir auch ohne Doppel-Diffusor ein sehr konkurrenzfähiges Auto haben. Das Design-Team weiß, wo das Auto noch zu verbessern ist, da mache ich mir keine Sorgen", meint Vettel.

Chef-Konstrukteur Adrian Newey hat das Rennen in Monte Carlo am 24. Mai für die Premiere seiner Diffusor-Lösung ins Auge gefasst. Für den ersten Einsatz von KERS "haben wir noch kein Datum", erklärt Vettel, meinte aber auch: "Bisher sind wir ohne KERS ausgekommen."

Teamwechsel angeblich kein Thema

Über einen Teamwechsel macht sich der heiß begehrte Vettel angeblich überhaupt keine Gedanken, dabei ist die halbe Formel 1 hinter ihm her.

"Ich gehe die Dinge Schritt für Schritt an und lasse mich nicht von Spekulationen beeinflussen. Mein Ziel ist es, im bestmöglichen Auto zu sitzen und Rennen zu gewinnen. Ich bin im Moment gut aufgehoben, dort wo ich bin", sagt er.

Ferrari "ein Traum"

In der "Sportbild" gibt er jedoch angesichts der brodelnden Gerüchteküche zu: "Es ist eine Ehre für jeden Piloten, bei Ferrari zu fahren. Und ist mein Traum, eines Tages dort zu fahren."

Gegenwärtig hat er sich jedoch Red Bull verschrieben. Das Team unterstütze ihn seit Jahren und habe ihm den Formel-1-Einstieg erst ermöglicht, so Vettel. Er fühle sich wohl, weil sein Auto momentan eines der besten im gesamten Feld sei (Sondertraining für den Titel).

"Red Bull Racing hat großes Potenzial. Es liegt an uns Fahrern und am ganzen Team, dieses Potenzial richtig zu nutzen und das Beste rauszuholen", sagte Vettel: "Ich will die Weltmeisterschaft gewinnen und der Beste auf der Strecke sein."

Auf Schumis Spuren

Davon ist Ferrari momentan weit entfernt - doch gerade darin könnte auch ein Anreiz liegen.

Wie einst Michael Schumacher könnte er der Meinung einiger Experten nach die Roten in eine rosige Zukunft führen.

Gerhard Noack, der beide in jungen Jahren entdeckte, sagt: "Sebastian ist eine Kopie von Michael. Selbst wenn Ferrari 2011 kein Top-Team mehr sein sollte: Wie ich Sebastian kenne, würde es ihn wie damals reizen, Ferrari wieder in die Erfolgspur zu bringen."

BMW hält sich bedeckt

Auch mit dem krisengeschüttelten BMW-Sauber-Team, für das er 2007 in Indianapolis als jüngster Formel-1-Pilot der Geschichte in die Punkte fuhr, wird er immer wieder in Verbindung gebracht.

Mario Theissen, bei dessen Team sich ein Ende der Liaison mit Nick Heidfeld abzeichnet, hält sich bedeckt: "Ich habe noch nie öffentlich um einen Fahrer geworben", so der BMW-Motorsportdirektor gegenüber Sport1.de: "Ich habe es immer vorgezogen, direkt mit ihm zu sprechen."

Damit hebt er sich beispielsweise von Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ab, der immer wieder sein Interesse an Vettel bekundet.

Ecclestone ist Vettel-Fan

Und Bernie Ecclestone hat schon lange einen Narren am deutschen Youngster gefressen.

Der Formel-1-Impresario sieht Vettel als den kommenden Weltmeister und würde ihn gerne bei der Scuderia sehen (Ecclestone will Vettel zu Ferrari lotsen).

"Natürlich freut es einen, zu lesen oder zu hören, wenn jemand wie Bernie Ecclestone so etwas sagt", sagt Vettel: "Aber ich sehe das sehr verhalten, denn meiner Meinung nach macht es mich auf meiner nächsten Runde nicht schneller."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel