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Nick Heidfeld gab sein Formel-1-Debüt 2000 beim Australien-GP © imago

Die Spekulationen um sein angeblich beschlossenes Aus bei BMW lassen Nick Heidfeld kalt. Mario Theissen bestätigt vorerst nichts.

Monte Carlo - Auf der Strecke sind sie zu langsam (DATENCENTER: Ergebnisse), dafür kommt bei BMW jetzt das Fahrerkarussell in Fahrt.

Nick Heidfelds Tage bei den Münchnern sind nach fünf Jahren wohl gezählt.

Nach Informationen der "Bild" soll Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) den Mönchengladbacher 2010 ablösen.

Heidfeld selbst sieht seinen Arbeitsplatz nicht in Gefahr.

"Ich wüsste nicht, warum man mich rausschmeißen sollte, einen Fahrer, der in dieser Saison sechs von sechs Team-Punkten eingefahren hat", sagte der 32-Jährige vor dem wichtigsten Formel-1-Rennen des Jahres in Monaco 109528(Die Bilder).

Theissen bestätigt nicht

Auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen wollte die angeblich beschlossene Trennung und das Interesse an Rosberg nicht bestätigen.

"Ich habe das nicht gelesen. Und wenn ich es gelesen hätte, würde ich nicht darauf reagieren", sagte Theissen in Monte Carlo.

Zwar hatte sein Team gerade "das schlechteste Qualifying, das wir je hatten" erlebt, Kritik an Heidfeld wollte Theissen aber nicht üben.

"Kann nichts Schlechtes sagen"

"Über unsere Fahrer kann ich in dieser Saison nichts Schlechtes sagen", meinte er. ("Man fährt sich den Arsch ab")

"Über die Leistung der Fahrern reden wir erst, wenn das Auto wieder schneller ist. Über die Fahrerbesetzung für das neue Jahr reden wir ohnehin traditionell erst im September."

Heidfelds Vertrag läuft zum Saisonende aus. Seit 156 Rennen wartet er immer noch auf seinen ersten Grand-Prix-Sieg.

Bestes Resultat in der WM-Wertung war der fünfte Platz 2007.

Kubica gesetzt?

Teamkollege Robert Kubica scheint gesetzt. Der Pole hat noch ein Jahr Vertrag, und er ist acht Jahre jünger als Heidfeld.

Fakt ist aber auch: Kubica ist noch ohne WM-Punkt in dieser Saison und frustriert.

An der Gerüchtebörse wird ein Wechsel zu Ferrari heiß diskutiert.

Bleibt BMW in der WM?

Unabhängig davon, ob BMW mit Heidfeld zufrieden ist oder im kommenden Jahr vielleicht mit zwei neuen Fahrern in die Saison gehen will, muss erstmal die spannendste aller Fragen beantwortet werden.

Bleibt BMW überhaupt in der WM? Die Aufweichung der Motorenregelung könnte den angedrohten Abschied wegen der Unstimmigkeiten über die Budgetobergrenze jedenfalls nicht alleine verhindern.

Kein Grund zu bleiben

"Wenn die Rahmenbedingungen so sind, dass wir letztlich in der Formel 1 bleiben, können wir uns auch vorstellen, dass wir Aggregate für andere Teams liefern", meinte Theissen.

"Ein Grund, zu bleiben, wäre das aber nicht. Denn die Preise für die Lieferungen wären gerade mal so, dass es die Kosten decken würde."

Probleme sind "unerklärlich"

In Monaco zeigte sich erneut, dass BMW erstmal das eigene Auto in den Griff kriegen muss.

Theissen nannte die Probleme seit dem ersten Training "unerklärlich" und "nicht zu erwarten".

Ob beim nächsten Rennen in Istanbul (7. Juni) wie geplant mit KERS und Doppel-Diffusor gefahren wird, ist wieder fraglich.

"Nach der derzeitigen Lage ist alles offen", meinte Theissen.

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