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Lewis Hamilton liegt nach sieben Grands Prix mit neun WM-Punkten auf Platz zehn © getty

Lewis Hamilton backt nach tiefschwarzem Saisonverlauf ganz kleine Brötchen. Nur einen sehnlichen Wunsch hat der Weltmeister.

München - Das Auto Schrott, die Bilanz ein einziges Desaster.

Am Tiefpunkt der Karriere backt Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ganz kleine Brötchen.

"Ein Sieg muss drin sein oder wenigstens ein Podiumsplatz. Dann wäre mein Jahr gerettet", sagte der 24-jährige Brite im "Bild"-Interview kleinlaut.

Hoffnungslose 52 Punkte

Bereits nach dem fünften Rennen in Barcelona habe er die Saison abgehakt (Haug: "Werden uns weiter schwer tun"), gibt der McLaren-Mercedes-Pilot jetzt offen zu.

Vor sieben Monaten krönte sich Hamilton zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten, nach sieben WM-Läufen in diesem Jahr liegt er hoffnungslose 52 Punkte hinter WM-Spitzenreiter Jenson Button zurück.

Gegenüber englischen Medien forderte der genervte Hamilton, den Silberpfeil zu verschrotten (Hamilton wütend auf den Silber-"Schrott"). Stattdessen wünscht er sich ein Auto mit den Eigenschaften des Brawn: "Zusätzlich würde ich unser KERS einbauen lassen. Und dann müsste man das Auto nur noch Silber sprühen."

"Jenson hat sich das verdient"

Hamilton kommt zwar erstmals als Weltmeister zum Heimspiel nach Silverstone (21. Juni), doch im Blickpunkt steht Jenson Button.

Der souveräne WM-Spitzenreiter ist nach sechs Siegen in sieben Rennen der absolute Liebling seiner Landsleute. Kommt da etwa Neid auf? Hamilton: "Nein. Jenson hat sich das absolut verdient. Jahrelang fuhr er in mittelmäßigen Kisten hinterher."

Angeblich entspannter

Seitdem er weiß, dass die Saison für ihn gelaufen ist, fühlt er sich entspannter, sagte Hamilton (Nächster Tiefpunkt für McLaren-Mercedes).

Das war nach den ersten drei Rennen noch ganz anders. "Da habe ich mich noch extrem geärgert. Du hast so hohe Ansprüche und kannst sie nicht erfüllen. Die Enttäuschung ist riesig", meinte der Silberpfeil-Star, der zudem noch wegen der "Lügen-Affäre" am Pranger stand.

Schwer getroffen

Das Hinterherfahren hat Hamilton schwer getroffen.

"Ich hätte explodieren können, wie ein Vulkan. Aber ich habe es drin gelassen, es in mich hineingefressen", sagte er.

Lob für Vettel

Seine Ziele hat er längst neu definiert: "Es sind noch zehn Rennen. Irgendwann will ich Jenson Button ärgern."

Voll des Lobes ist Hamilton über den deutschen Hoffnungsträger Sebastian Vettel, der im Red Bull als einziger Fahrer das Tempo der überlegenen Autos von Ross Brawn halbwegs mithalten kann.

"Er ist erst 21 Jahre und hat schon zwei Rennen gewonnen. Diese Last muss riesig sein. Er spürt den Druck, dass die Deutschen auf einen neuen Michael Schumacher warten. Und vielleicht wird er es ja irgendwann sein", sagte der Brite über den Weltmeister von übermorgen.

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