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Sebastian Vettel fährt seit 2007 in der höchsten Motorsportklasse © getty

Der junge Deutsche ist das Zugpferd für das Rennen am Nürburgring. Bei seiner Premiere fährt er an seiner eigenen Tribüne vorbei.

Nürburgring - Sein Team verleiht Sebastian Vettel Flügel - und verschenkt an dessen Fans Kappen und Dosen.

Bei seinem ersten Heimspiel als Grand-Prix-Sieger wird der Red-Bull-Pilot am Sonntag auf dem komplett renovierten Nürburgring (Quali: Sa., ab 13:45 LIVE) sogar an einer eigens eingerichteten Sebastian-Vettel-Tribüne vorbeifahren, auf der die Fans mit einer Mütze und einer Kostprobe des Energy-Drinks zusätzlich verwöhnt werden.

Der Heppenheimer ist ohne Zweifel das neue Zugpferd in der Eifel.

"Ganz ehrlich: Sebastian Vettel ist ein Geschenk für uns. Er ist ein gewinnender Typ, auch vom Charakter", sagte Walter Kafitz, Geschäftsführer der Nürburgring GmbH.

Kafitz freut sich dank des am vergangenen Freitag 22 Jahre alt gewordenen Shootingstars über einen guten Zuschauerzuspruch am Ring.

Zwar sei nicht unbedingt ein Boom ausgebrochen. "Der Tickerverkauf ist aber auf dem Niveau von 2007, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage", sagte Kafitz.

Anlagen wie Schumi

Für den Nürburgring-Chef hat Sebastian Vettel alle Anlagen, um sogar in absehbarer Zeit in Deutschland ein Idol zu werden wie der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher.

In der WM liegt der Youngster nach dem zweiten Saisonsieg zuletzt in Silverstone als WM-Dritter noch 25 Punkte hinter Spitzenreiter Jenson Button (Großbritannien) im Brawn zurück. (Der WM-Stand)

"Er hat alle Ansätze, er ist schnell, er ist geistreich, er ist humorvoll, schlagfertig. Das sind alles Eigenschaften, die dafür sprechen", sagte Kafitz:

"Er kann natürlich nicht mehr wie Michael Schumacher quasi aus dem Nichts die Formel 1 in Deutschland wieder ins Schlaglicht setzen. Dazu haben wir uns schon seit Jahren an die großen Erfolge von Deutschen in der Formel 1 gewöhnt."

"Interesse bleibt hoch"

Kafitz drückt auch den anderen deutschen Fahrern die Daumen, um das Interesse an der Königsklasse hochzuhalten.

"Das wäre unheimlich wichtig. Zumindest in Deutschland redet man wieder über die Formel 1. Es ist spannend geworden, einer der fünf deutschen Fahrer hat die Chance, Weltmeister zu werden. Das spricht alles dafür, dass das Interesse an der Formel 1 hoch bleibt", sagte er:

"Und wenn ein Nico Rosberg oder ein Adrian Sutil, die schnell und jung sind und einen tollen Charakter haben, vielleicht mal schnellere Autos bekommen, dann wird es noch interessanter."

Volle Tribüne

Im Moment ist es Vettel, der als bislang einziger Siegfahrer der fünf deutschen Piloten, das größte Interesse auf sich vereint.

Schon jetzt, mit drei Grand-Prix-Siegen auf dem Konto, mobilisiert er die Fans.

Die Sebastian-Vettel-Tribüne, für die Tickets inklusive Autogrammkarte, Kappe und einer Dose Red Bull 99 Euro kosten, wird am Wochenende sicher voll besetzt sein.

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