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Fernando Alonso wird schon seit geraumer Zeit mit Ferrari in Verbindung gebracht © imago

Spanische Medien vermelden den Wechsel des Doppel-Champions zur Scuderia Ferrari als perfekt. Fernando Alonso dementiert.

Von Julian Meißner

München - Fernando Alonso hat sich entschieden gegen Medienberichte gewehrt, nach denen sein Wechsel von Renault zu Ferrari nach der laufenden Saison perfekt sei.

"Das sind nur Gerüchte. Die gibt es seit vier oder fünf Jahren", sagte Alonso am Nürburgring, wo am Wochenende der Deutschland-Grand-Prix (Qualifying, Sa., ab 13.45 Uhr LIVE) stattfindet.

Auch dementierte er, einen Vorvertrag bei der Scuderia zu besitzen oder in Verhandlungen mit den Italienern zu stehen: "Nein und nochmals nein."

Am Donnerstag hatten die beiden spanischen Sportzeitungen "Marca" und "AS" den Wechsel, über den auch italienische Medien schon seit Monaten spekulieren, übereinstimmend als fix gemeldet.

Angeblich geht es um einen Fünfjahresvertrag für den 27-jährigen Spanier.

Räikkönen lässt grübeln

Ferrari gibt seine Personalentscheidungen traditionell in Monza beim Großen Preis von Italien, der 2009 am 13. September stattfindet, bekannt.

Gerade Kimi Räikkönen, Weltmeister von 2007, werden Abwanderungsgedanken nachgesagt. Jüngst hatte der lebenslustige Finne verkündet, einen Abstecher in die Rallye-WM zu wagen.

Keine WM-Chancen

Alonso war nach einem enttäuschenden Jahr Ende 2007 von McLaren-Mercedes zu Renault zurückgekehrt. Bei den Silberpfeilen war er im Schatten der Spionage-Affäre und aufgrund des Zwists mit seinem damaligen Teamkollegen Lewis Hamilton nie glücklich geworden.

2008 feierte er im unterlegenen Boliden der "Equipe jaune" zwei Siege.

In diesem Jahr fährt der Asturier der Spitze als aktueller WM-Neunter hinterher und könnte zum Saisonende aus seinem noch bis Ende 2010 laufenden Vertrag aussteigen (DATENCENTER: Der WM-Stand).

Auf Schumis Spuren?

"Natürlich vermisse ich das Siegen", bekannte Alonso, fügte aber an: "Es passiert im Tennis, in der NBA, im Fußball: Manchmal geht es eben auf und ab in der Karriere. Im Motorsport kommt noch dazu, dass man das entsprechende Auto, das Paket haben muss."

Alonso erinnerte an einen seiner größten Rivalen: "Michael Schumacher war vielleicht der beste Fahrer aller Zeiten. Nach zwei Weltmeisterschaften bei Benetton wartete er fünf Jahre bei Ferrari. Hier geht es nicht nur um den menschlichen Part. Also, ich sehe mich in dieser Phase der Karriere."

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