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Rennfahrergenerationen unter sich: Vettel und Schumacher © imago

Für den Rekordchampion hängt ein möglicher WM-Titel nicht von Sebastian Vettels Fähigkeiten, sondern lediglich vom richtigen Auto ab.

Nürburgring - Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher beobachtet mit viel Freude die Entwicklung seines potenziellen Nachfolgers Sebastian Vettel (Vettel mobilisiert die Massen).

Nach Meinung des Kerpeners hängt ein möglicher WM-Titel nicht von Vettels Fähigkeiten ("Da gibt es überhaupt kein Fragezeichen mehr"), sondern lediglich vom richtigen Auto ab.

"Damit steht und fällt letzten Endes der Erfolg. Bis jetzt hat er da einen guten Riecher gehabt. Er sitzt im Moment im absolut richtigen Auto und macht einen hervorragenden Job", sagte Schumacher in einem "RTL"-Doppelinterview mit ihm und Vettel im Vorfeld des Großen Preises von Deutschland (Quali, Sa., ab 13.45 Uhr LIVE).

Schumi drückt die Daumen

Wie früher er selbst würde auch Vettel "aus schwierigen Situationen seine Lehren ziehen", sagte Schumacher mit Blick auf den einen oder anderen Fehler in dieser Saison wie beispielsweise in Melbourne oder in Monte Carlo.

"Er ist jung genug, dass er das durchleben darf, und dadurch lernt er sehr schnell sehr viel. Wir werden schon noch sehr viel Spaß an ihm haben, davon gehe ich aus", sagte Schumacher, der an dem 22-Jährigen "diese Jugendlichkeit, diese Unbeschwertheit" schätzt: "Da macht es immer wieder Spaß, ihm die Daumen zu drücken."

Vettel kopiert Arbeitsweise

Vettel, der als Zehnjähriger bei der Siegerehrung eines Kartrennens Schumacher erstmals persönlich getroffen hatte, hat sich bei dem früheren Ferrari-Piloten vor allem dessen akribische Arbeitsweise abgeschaut (Horner traut Vettel alles zu).

"Immer das Ziel vor Augen. Er hatte immer den Hunger, wollte sich stets verbessern, wollte jedes Detail verbessern. Insgesamt war er dann so viel besser als alle anderen", sagte Vettel: "Die waren vielleicht nicht so schlau, das alles mit in Betracht zu ziehen."

Dass er selbst in einem Rennen nicht mehr gegen seinen früheren Helden antreten durfte, bedauert Vettel aber nicht.

"Die Herausforderung ist immer groß genug", sagte er: "Natürlich war er eine Ausnahme, aber es ist nicht so, dass ich sage, ich weine jetzt, weil ich zwei Jahre zu spät kam, das ist Quatsch."

Schumi hat "andere Hobbys"

Auch Schumacher reizt ein Duell mit dem Heppenheimer nicht mehr. "Ich habe meinen Spaß gehabt. Wenn die junge Generation jetzt antritt und sich misst, macht es Spaß, da zuzugucken", sagte er (DATENCENTER: Der WM-Stand).

"Ich habe sehr viele andere Hobbys, denen ich jetzt in Ruhe nachgehen kann, ich genieße die Freiheit. Wir können zwischendurch vielleicht mal Kart fahren und ein bisschen Spaß haben", so Schumacher.

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