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Michael Schumacher nahm von 1991 bis 2006 an 249 Grand-Prix-Rennen teil © getty

Schumacher-Manager Willi Weber erteilt einer Rückkehr eine Absage: "Michael wird auf keinen Fall in Valencia im Auto sitzen."

München - Die Tifosi träumten, die deutschen Fans hofften (PRESSESTIMMEN: Ferrari braucht Schumi) - doch für Rekordweltmeister Michael Schumacher gibt es kein Zurück in die Formel 1.

"Michael wird auf keinen Fall in Valencia im Auto sitzen. Das ist ausgeschlossen", sagte sein Manager Willi Weber.

Nach dem schweren Unfall von Vize-Weltmeister Felipe Massa (Brasilien) hatte zuvor sogar Ferrari Spekulationen genährt, dass der 40-Jährige bein nächsten Rennen der Königsklasse am 23. August im spanischen Valencia ins Cockpit zurückkehren könnte (Massa droht Saison-Aus - kommt Schumi zurück?).

Hobby-Motorradfahrer Schumacher ist jedoch am gleichen Tag nach Informationen der "Gazzetta dello Sport" beim Superbike-Rennen im niederländischen Assen gemeldet.

Erwartungen wären zu hoch

Der Schumi-Mythos soll mit einem Comeback im momentan unterlegenen Ferrari nicht zerstört werden.

"Was würde man von Michael erwarten, wenn er wieder in ein Formel-1-Auto steigt? Dass er gewinnt", sagte Weber: "Dafür braucht er aber eine richtige Vorbereitung, und Testfahrten gibt es nicht mehr. Die Erwartungshaltung von beiden Seiten wäre viel zu hoch."

Es sei möglich, dass der Ferrari-Berater Schumacher wieder ein Formel-1-Auto teste: "Aber zu allem anderen gibt es ein klares Nein."

"Genieße meine Freiheit"

Schumacher, der Ende 2006 als siebenmaliger Weltmeister zurückgetreten war, hatte in einem Interview mit der "Bunten" zuvor ebenfalls ein vor allem in Italien lautstark gefordertes Formel-1-Comeback ausgeschlossen.

"Es macht keinen Sinn, dass ich jetzt über Angebote spreche. Intensive, ernsthafte Gespräche haben sich nicht ergeben. Weil meine Entscheidung steht", sagte Schumacher.

Auch ein stärkeres Engagement bei Ferrari schloss der Kerpener im bereits vor dem Massa-Unfall geführten Gespräch aus: "Dann müsste ich einen Fulltime-Job annehmen. Aber das steht nicht zur Debatte, weil ich meine Freiheit außerordentlich genieße. Das war aber von Anfang an klar."

Gene oder Badoer

Gerüchte über eine Rückkehr des Champions ins Rennauto waren nach dem schweren Massa-Crash (132835Bilder) am vergangenen Wochenende in Ungarn aufgekommen. Doch der an der Augenhöhle und dem Sehnerv verletzte Vize-Weltmeister ist inzwischen auf dem Weg der Besserung und soll wohl schon in dieser Woche das Krankenhaus in Budapest verlassen.

Sollte Massa bis zum nächsten Rennen nicht wieder zu hundert Prozent fit sein, würde wohl einer der Ferrari-Testfahrer Marc Gene oder Luca Badoer zum Einsatz kommen.

Ersten Aufschluss könnte es am Mittwoch im norditalienischen Vairano geben, wo Ferrari einen Aerodynamik-Test plant. Schumacher wird dann definitiv nicht im Auto sitzen.

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