vergrößernverkleinern
Die Ärzte leisten Erste Hilfe beim Crash des Brasilianers Felipe Massa in Ungarn © getty

"Was ist passiert?", soll der Brasilianer die Ärzte nach seinem Crash im Krankehaus gefragt haben. Seine Genesung läuft bestens.

Budapest - Felipe Massa kann sich offenbar an den Unfall beim Großen Preis von Ungarn nicht mehr erinnern.

"Was ist passiert, warum bin ich hier?", soll der 28-Jährige den diensthabenden Arzt gefragt haben nachdem er aus dem künstlichen Koma erwacht war. Das jedenfalls berichtete die italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport" auf ihrer Homepage.

Auch seinen Bruder Eduardo soll er gefragt haben: "Was mache ich hier im Krankenhaus?"

Die Familie des in Budapest schwer verunglückten Brasilianers hat währenddessen Spekulationen über ein Karriereende des Formel-1-Piloten entschieden zurückgewiesen und als unseriös bezeichnet.

Genesung läuft besser als erhofft

Massas Genesung verlaufe besser als erwartet, sagte sein Vater Luiz Antonio:

"Es geht ihm immer besser. Ich würde schon gar nicht mehr sagen, von Tag zu Tag, sondern von Stunde zu Stunde."

Laut seines Arztes Dino Altmann steht einer baldigen Entlassung aus der Klinik in Budapest nichts im Weg.

"Nichts deutet darauf hin, dass er in der Rehabilitation Probleme haben wird. Ich glaube, dass er in einer Woche schon nach Hause kann", sagte der Mediziner:

"Die Genesung verläuft wie erhofft, sogar besser."

Auf eigenen Beinen aus der Klinik

Nach Einschätzung von Peter Bazso, Direktor des AEK Hospitals in Budapest, könne Massa innerhalb der nächsten zehn Tage die Klinik verlassen: "Und das sicher auf eigenen Beinen."

Massas Ehefrau Raffaela dankte Gott, denn er habe ihren Mann aus einer Situation befreit, die fatal hätte enden können.

Felipe habe sehr viel Glück gehabt. Gerüchte über bleibende Schäden und ein mögliches Karriereende würden jeglicher Grundlage entbehren, meinte Massas Gattin:

"Ihm geht es gut, er wird keine Folgen davontragen und wird allen bald wieder viel Freude in seinem roten Auto auf der Rennstrecke machen."

Verlegung in Spezialklinik

Möglicherweise wird Massa vor der Heimreise nach Brasilien erst noch in die Spezialklinik Pitie-Salpetriere nach Paris verlegt.

Dort arbeitet Gerard Saillant als Chefarzt, der schon Michael Schumacher und Fußballstar Ronaldo behandelt hatte.

Der Vorschlag kam von dem ehemaligen Ferrari-Teamchef Jean Todt, dessen Sohn Nicolas Massas Berater ist.

Der Ferrari-Pilot war am Samstag im Qualifyiung zum Großen Preis von Ungarn (SERVICE: Rennkalender und Kurse) bei Tempo 240 von einer 800 Gramm schweren Stahlfeder am Helm getroffen worden, hatte kurzzeitig das Bewusstsein verloren und war geradeaus in einen Reifenstapel gerast 132835 (Bilder).

Aus künstlichem Koma erwacht

Per Hubschrauber war er in ein Budapester Krankenhaus geflogen worden, wo bei einer Operation ein kleiner Knochensplitter am Augenhöhlenknochen entfernt worden war.

Danach hatten ihn die Ärzte ins künstliche Koma versetzt, aus dem er inzwischen aufgewacht ist.

Auch das linke Auge ist laut Dr. Robert Veres bei dem Unfall in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Ausmaß der Verletzung und eine eventuelle Beeinträchtigung der Sehkraft konnte der Mediziner aber noch nicht abschätzen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel