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Felipe Massa "wird wohl in weniger als zehn Tagen" die Klinik verlassen können © getty

Der Heilungsprozess des Brasilianers schreitet voran - er sei "schon aufgestanden" und habe sich über das Essen beschwert.

Budapest - Formel-1-Pilot Felipe Massa hat bei dem schweren Unfall von Budapest wohl keine bleibenden Schäden davongetragen.

"Er scheint keine bleibenden Verletzungen zu haben", sagte sein Privatarzt Dino Altman: "Er ist heute schon aufgestanden und um sein Bett herumgegangen. Sein Gehirn erholt sich und es gibt nichts, weswegen man sich Sorgen machen müsste."

Nach Altmans Angaben sollte Massa noch am Mittwochabend die Intensivstation verlassen.

Bereits am Donnerstag könnte er in ein Krankenhaus nach Paris verlegt werden. "Wenn es so weitergeht, kann er dann dort bis zur endgültigen Genesung bleiben", sagte sein Vater Titonio Massa der brasilianischen Zeitung "O Globo".

Privatarzt bestreitet Gallen-Entzündung

Der Vize-Weltmeister sei hungrig und habe sich über das Essen in der Klinik beschwert.

Außerdem habe er sich beklagt, als er vom Überraschungs-Sieg von Weltmeister Lewis Hamilton am Sonntag hörte. "Unglaublich. Das war mein Rennen", habe er gerufen. (SERVICE: Rennkalender und Kurse)

Der behandelnde Arzt im Krankenhaus von Budapest hatte am Mittwochmorgen bestätigt, dass Massa den Kopf und seine Gliedmaßen wieder ohne Probleme bewegen kann, erklärte aber auch, dass der Brasilianer an einer Gallen-Entzündung leide. Dies stritt Altman jedoch ab.

Quetschungen durch Sicherheitsgurt

"Der Sicherheitsgurt hat seinen Körper und seine Gedärme heftig zusammengedrückt. Seine Gallenblase hat einen Schock erlitten", sagte der namentlich nicht genannte Mediziner der Nachrichtenagentur "afp".

Diese Entzündung sei allerdings, "wie sein gesamter Zustand", auf dem besten Wege zur baldigen Heilung.

Wann Massa das Krankenhaus verlassen kann, erklärte der Arzt nicht. Bereits am Dienstag hatte ein Mediziner aber die Hoffnung geäußert, der Ferrari-Pilot könne in etwa einer Woche entlassen werden.

Knochensplitter am Augenhöhlenknochen entfernt

Massa war am Samstag im Qualifying zum Großen Preis von Ungarn bei Tempo 240 von einer 800 Gramm schweren Stahlfeder am Helm getroffen worden, hatte kurzzeitig das Bewusstsein verloren und war geradeaus in einen Reifenstapel gerast (132835Bilder).

Per Hubschrauber war er in ein Budapester Krankenhaus geflogen worden, wo bei einer Operation ein kleiner Knochensplitter am Augenhöhlenknochen entfernt worden war.

Danach hatten ihn die Ärzte ins künstliche Koma versetzt, aus dem er inzwischen aufgewacht ist.

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