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Felipe Massa hat in dieser Saison bislang 22 WM-Punkte geholt © getty

Der verunglückte Brasilianer liebäugelt schon wieder mit seinem Cockpit. "Er hat keinerlei Ängste", sagt sein Leibarzt.

Von Julian Meißner

München - Während Michael Schumachers Comeback weiter die Schlagzeilen beherrscht, schreitet die Genesung des verunglückten Felipe Massa voran.

Die Entlassung des Brasilianers aus dem Militärkrankenhaus in Budapest steht offenbar unmittelbar bevor.

Doch nicht nur das: Massa, der zunächst keine Erinnerung an seinen furchtbaren Unfall hatte, liebäugelt schon wieder mit seinem Cockpit .

"Er denkt ständig daran, wieder ins Auto zu steigen", sagte sein persönlicher Arzt Dino Altmann.

"Keinerlei Ängste"

Der 28-jährige Massa würde wohl, wenn es nach ihm ginge, sogar beim nächsten Rennen in Spanien schon wieder an den Start gehen.

"Er hat keinerlei Ängste, sondern er ist sogar davon überzeugt, dass er in Valencia fahren könnte", sagte Altmann.

Keine Komplikationen

Noch vor Tagen hatten die Ärzte Zweifel geäußert, ob Massa in dieser Saison überhaupt wieder würde fahren können. Die befürchteten Komplikationen am linken Auge blieben jedoch aus. "Er hat keinerlei Probleme mit seiner Sehstärke", bestätigte Altmann (Keine bleibenden Schäden bei Massa).

Bei einer Operation am vergangenen Samstag war ein kleiner Knochensplitter am Augenhöhlenknochen entfernt worden.

Im Qualifying zum Ungarn-Grand-Prix war Massa bei Tempo 240 von einer 800 Gramm schweren Stahlfeder am Helm getroffen worden, hatte das Bewusstsein verloren und war geradeaus in einen Reifenstapel gerast (132835Bilder).

"Mal sehen, ob ich ihn fahren lasse"

Massa zeigt sich schon am Donnerstag wieder bester Laune. Als er erfuhr, dass sein ehemaliger Teamkollege Michael Schumacher ihn ersetzen soll, scherzte der Vizeweltmeister: "Mal sehen, ob ich ihn das Auto fahren lasse."

Massa soll nun per Flugzeug entweder in seine brasilianische Heimat gebracht werden oder nach Monaco, wo sich derzeit seine schwangere Frau aufhält (SERVICE: Rennkalender und Kurse).

"Wir haben entschieden, dass er am Montag nach Hause kommen wird", sagte Altman am Freitag: "Er wird in einem Privatjet transportiert werden, wahrscheinlich nach Sao Paulo. In Brasilien wird er dann seine Reha fortsetzen und so bald wie möglich in den Rennsport zurückkehren."

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