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Schumacher bei Tests für Ferrari im November 2007 in Barcelona © getty

Schumi legt direkt los und gewöhnt sich im alten F 2007 an den Speed. Die Konkurrenz hat Respekt, der Arzt ist zuversichtlich.

München - Rekordweltmeister Michael Schumacher hat sich mit Feuereifer in die Vorbereitung für sein spektakuläres Comeback in der Formel 1 gestürzt.

Bereits am Freitagmorgen gegen 11 Uhr drehte der siebenmalige Weltmeister unter Ausschluss der Öffentlichkeit im alten Ferrari-Modell F 2007 erste Testrunden auf der Rennstrecke in Mugello.

Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur "ANSA" unter Berufung auf Ferrari (Reaktionen: "Schumacher ist Hardcore").

"Das Testverbot in der Formel 1 ist ja bekannt, daher habe ich die Jungs von F1 Clienti kontaktiert, ob die mir ein Auto geben können", hatte Schumacher auf seiner Internetseite angekündigt.

Clienti ist die Ferrari-Abteilung, die für ausrangierte Formel-1-Ferraris zuständig ist. Schumacher wird wohl im F 2007 testen.

"So viel wie möglich fahren"

"Zwar kann ich hier keine aktuellen oder letztjährigen Autos fahren, aber ich möchte eben so viel wie möglich fahren, und da ist das schon mal eine gute Option. Die nächsten Wochen stehen dann ganz im Zeichen dieser Vorbereitung", meinte der siebenmalige Weltmeister.

Die Tests müssen jedoch offiziell von den F1 Clienti und nicht vom Rennteam durchgeführt werden, sonst würde ein Verstoß gegen das Testverbot vorliegen.

Strengstens verboten ist es, das neue Modell mit allen technischen Neuerungen zu testen. Schumacher kann sich aber zumindest wieder an die Geschwindigkeit gewöhnen (SERVICE: Rennkalender und Kurse).

Button mit gehörigem Respekt

Den Donnerstag habe er bereits im Ferrari-Hauptquartier in Maranello verbracht, "um am statischen Simulator die Funktionalität des Lenkrads zu checken", erklärte Schumacher.

Die Konkurrenz hat jedenfalls schon gehörig Respekt vor ihm. "Wenn einer ins Auto springen kann und vorne mitfährt, dann er", meinte WM-Spitzenreiter Jenson Button (Großbritannien/Brawn).

Räikkönen: "Mir egal"

Dagegen lässt der Rummel den "Iceman" Kimi Räikkönen ganz offensichtlich kalt. "Mir ist egal, wer den zweiten Ferrari fährt", sagte der Finne, dessen Teamkollege Schumacher sein wird.

"Es wird nett sein, ihn als Teamkollegen zu haben", sagte Räikkönen immerhin: "Schon in der Vergangenheit waren wir nah dran, Kollegen zu werden."

Arzt hat keine Bedenken

Schumachers Arzt Johannes Peil sieht aus Fitnessgründen keine Bedenken.

"Formel 1 ist Hochleistungssport. Man kann aber davon ausgehen, dass Michael auch in der letzten Zeit an drei bis vier Tagen pro Woche hart trainiert hat. Von daher sollte das zu machen sein", sagte der Chefarzt der Sportklinik in Bad Nauheim dem TV-Sender "N24".

Nacken? Kein Kommentar

Das Problem bestehe darin, "dass die gesamte Vorbereitung, die sich normalerweise über Monate streckt, nun auf weniger als drei Wochen komprimiert werden muss. Der Vorteil ist, dass Michael kein kompletter Neueinsteiger ist."

Nicht äußern wollte sich Peil zur Nackenverletzung des siebenmaligen Weltmeisters. "Zur Nackenverletzung beim Motorradfahren werden wir keine Stellung nehmen. Vielleicht wird Michael irgendwann selbst sagen, was da passiert ist", erklärte der Mediziner (DATENCENTER: WM-Stand).

Schumacher hatte sich bei seinem schweren Motorrad-Sturz im Februar im spanischen Cartagena den Nacken verletzt und soll nun mit einer speziellen Nackenmuskulaturmaschine arbeiten.

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