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Jenson Button hat in dieser Saison schon sechs Rennen gewonnen © getty

Michael Schumacher spekulierte schon vor Massas Unfall über ein Comeback. Button und einen möglichen Teamkollegen kritisiert er.

Von Jessica Pulter

München - Seit vergangenem Freitag geht es für Michael Schumacher wieder darum, auf der Teststrecke im italienischen Mugello seine Zeiten Runde für Runde zu verbessern.

Doch bereits eine Woche vorher spekulierte der 40-Jährige über eine Rückkehr in die Formel 1.

"Es würde nicht allzu lange dauern, bis ich mich wieder in alles reinfinden würde", sagte Schumacher vor dem Unfall von Felipe Massa der "Sport Bild".

Und nur wenige Tage später stand fest, dass der Ferrari-Pilot am 23. August genau das bei seinem ersten Rennen seit 2006 unter Beweis stellen kann.

Schumacher möchte nicht nur Zuschauer sein

Dass das Rennfahren Schumacher im Blut liegt, ist wohl jedem Formel-1-Fan klar. Selbst bei seinem Hobby Fußball ist er lieber auf dem Platz als nur Zuschauer, verrät der siebenmalige Weltmeister.

"Bei mir kommt das Kribbeln erst dann, wenn ich selber gegen den Ball trete, nicht beim Besuch im Stadion", meinte Schumi, der das Kribbeln jetzt wieder im Formel-1-Boliden erfahren darf.

Keine Bedenken beim F60

Während sich die Scuderia noch ärgert, dass Schumacher aufgrund des Williams-Vetos nicht im neuen und aktuellen F60 testen darf, dreht der Deutsche weiter fleißig seine Runde in einem zwei Jahre alten Boliden und im Simulator.

Bedenken, dass er deswegen beim Rennwochenende in Valencia Probleme mit seinem Wagen bekommt, hat Schumacher im Vorfeld nicht: "Es ist eine meiner Eigenschaften, dass ich mich schnell mit Dingen auseinandersetze und das umsetzen kann. Das war zum Glück immer so, das ist nicht verloren gegangen."

Button sticht nicht heraus

Eine Spitze schickt Schumacher in Richtung WM-Spitzenreiter Jenson Button.

"Jenson macht in dieser Saison einen hervorragenden Job, gar keine Frage", so der Ferrari-Pilot. "Aber ein Fahrer sticht immer nur dann heraus, wenn er auch mit schlechtem Material seine Zeichen setzt. Das ist mir bei ihm nicht aufgefallen."

Und genau das könnte Schumacher bei seiner Rückkehr selbst gelingen. Denn trotz KERS haben die Roten in dieser Saison nur selten eine Chance, ums Podest mitzufahren. Das gelang in diesem Jahr erst drei Mal.

Lob für Massa

Doch nicht nur der Konkurrenz könnte Schumacher mit seinem Comeback zeigen, was er noch draufhat. Insbesondere sein Teamkollege Kimi Räikkönen sollte gewarnt sein.

Der Deutsche schätzt Felipe Massa als den besseren Fahrer ein: "Wenn man bedenkt, dass Kimi Räikkönen 2007 Weltmeister war, mit viel Talent gesegnet ist und viele Vorschusslorbeeren hatte, als er zu Ferrari kam - dann muss man sagen: Gegen Felipe hat er seither nicht wirklich einen Stich gesehen."

Und mit Michael Schumacher als Teamkollege bekommt der Finne nun kaum einen schlechteren Kontrahenten.

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