Das abgesagte Comeback Michael Schumachers ist zunächst einfach eine schlechte Nachricht für alle Fans. Doch es bleibt ein fader Beigeschmack.

Michael Schumachers Comeback ist geplatzt. Für alle an der Formel 1 interessierten Menschen ist das zunächst einmal eine schlechte Nachricht.

Es gibt wohl kaum einen Fan, der es nicht gern gesehen hätte, wenn sich der erfolgreichste Fahrer der Geschichte auf seine alten Tage noch einmal mit seinen Erben um Lewis Hamilton und Co. gemessen hätte.

Aus deutscher Sicht wären gerade die Duelle mit den Landsmännern Sebastian Vettel und Nico Rosberg interessant gewesen.

Schumacher ist hoch anzurechnen, dass er es überhaupt wagen wollte, noch einmal in den Formel-1-Zirkus zurückzukehren - wenn es denn tatsächlich so war.

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Denn bei allem Wehklagen über verpasste sportliche Highlights muss man sich nun vor allem eine Frage stellen:

Wenn Schumachers Motorrad-Unfall derart schwerwiegend war, wie jetzt peu a peu bekannt wurde, wieso wurde dann nicht vor der spektakulären Comeback-Ankündigung sichergestellt, dass der Körper des 40-Jährigen den extremen Belastungen der Formel 1 standhalten kann?

Es spricht zwar für Schumacher, dass er jetzt die Notbremse zieht, bevor er am Ende im Rennen aufgeben muss oder sich erneut schwer verletzt.

Auf der anderen Seite gibt es für ihn nun auch allen Grund zur Erleichterung. Immerhin hätte er in einem Auto, das er nicht kennt, und auf einem Kurs, auf dem er noch nie gefahren ist, angesichts der hohen Erwartungen viel zu verlieren gehabt.

So aber kommt er weitgehend schadlos und um einige Euro reicher aus der Geschichte wieder raus.

Der Hype, der sich um das Comeback des Jahres entwickelte, bescherte der Scuderia Schumacher Schlagzeile um Schlagzeile.

Ob es dabei um Motorräder, Karts oder gar Raumschiffe ging, spielte am Ende fast keine Rolle mehr.

Da passt es ins Bild, dass nun schon wieder spekuliert wird, ob Schumacher nicht einfach später, in Monza, in die Formel 1 zurückkehren könnte.

Fans, die sich wegen Schumacher Tickets für Valencia oder Spa gekauft haben, fänden das Aufpumpen einer weiteren Seifenblase wohl weniger lustig.

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