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Musste zwölf Jahre auf sein Debüt als Ferrari-Fahrer warten: Luca Badoer © getty

Der Schumacher-Ersatz darf im F60 Runden drehen. Ferrari-Teacmchef Domenicali schließt ein vorzeitiges Massa-Comeback aus.

Von Sebastian Binder

München - Nach dem gescheiterten Comeback von Michael Schumacher fokussiert sich die Formel-1-Welt nun auf Luca Badoer.

Der Massa-Schumacher-Ersatzmann bekommt nun sogar Fahrzeit im aktuellen Ferrari F60 eingeräumt. Michael Schumacher waren Testfahrten im aktuellen Ferrari auf Intervention der anderen Formel-1-Teams noch verwehrt worden.

Badoer darf allerdings nur im Rahmen von PR-Aufnahmen fahren, da offizielle Tests laut Reglement nicht gestattet sind.

Kein echter Test

Die zweitägigen Fahrten in Fiorano als echten Test zu bezeichnen, wäre allerdings übertrieben. Badoer darf nur die härteste Reifenmischung von Bridgestone benutzen, die extra für PR-Zwecke entwickelt wurde.

Zudem darf die Anzahl der gefahrenen Kilometer die Hundertermarke nicht überschreiten.

Nach zwölf Jahren bei der Scuderia hat der 38-Jährige bereits jede Menge Erfahrung mit den Ferrari-Autos gesammelt. Im neuesten Modell hält sich diese aber in Grenzen, ein Rennen hat er noch nicht bestritten.

Comeback bereits in Monza?

Geht es nach den italienischen Medien, würde Badoer ohnehin nur für zwei Rennen im Cockpit der Scuderia sitzen.

Die Spekulationen, nach denen der Brasilianer Massa bereits beim Rennen in Monza am 13. September wieder ins Cockpit steigen könnte, bestätigte Stefano Domenicali aber nicht.

"Es ist wichtig, geduldig zu bleiben und einen Schritt nach dem anderen zu machen, ohne jede Eile", sagte der Ferrari-Teamchef.

Massa auf dem Weg der Besserung

Laut Domenicali macht der Formel-1-Pilot Felipe Massa nach seinem schweren Unfall im vergangenen Monat weiter gute Fortschritte.

"Felipe ist in exzellenter Form und seine Genesung verläuft sehr gut", erklärte der Italiener nach seinem Besuch in Brasilien auf der Ferrari-Homepage.

Die medizinischen Tests der vergangenen zwei Wochen seien "sehr ermutigend" gewesen.

Der Brasilianer will bei seinem Heimrennen in Sao Paolo zurück sein Comeback geben.

"Ich hoffe, dass ich zum Großen Preis von Brasilien wieder zurück bin, dass ich vor meinem Heimpublikum starten kann. Vielleicht schaffe ich es auch schon vorher", sagte der Ferrari-Pilot im Interview mit dem brasilianischen TV-Sender "Globo".

Unfall am Hungaroring

Der 28-jährige Massa war am 25. Juli im Qualifying zum Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring schwer verunglückt und hatte sich dabei schwere Kopfverletzungen zugezogen (132835DIASHOW: Die bilder des Unfalls).

Eine rund 800 Gramm schwere Stahlfeder aus einem Dämpfungselement an Rubens Barrichellos Brawn hatte Massa am Helm getroffen.

Dieser war daraufhin mit seinem Ferrari ungebremst in einen Reifenstapel gerast.

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