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Will nach seinem Crash in Ungarn möglichst bald wieder auf die Strecke: Felipe Massa © getty

Der Brasilianer heizt Spekulationen über eine Rückkehr noch in dieser Saison an. Doch bei Ferrari sind nicht alle optimistisch.

Von Sebastian Binder

München - Für Felipe Massa kann die Rückkehr in den Formel-1-Zirkus gar nicht schnell genug gehen.

Doch nach seinem Horrorunfall vor etwas mehr als drei Wochen auf dem Hungaroring scheint ein schnelles Comeback fraglich(132835DIASHOW: Die Bilder des Unfalls).

"Ich bin noch nicht wieder bei einhundert Prozent, und mein linkes Auge hat auch noch nicht wieder seine volle Sehschärfe erreicht", so Massa. "Ich bin zu 85 oder 90 Prozent genesen."

Das letzte Wort werden die Ärzte haben. Anfang September steht die nächste große Untersuchung an, die neue Aufschlüsse über den Genesungsprozess des Brasilianers geben wird.

Verhaltener Optimismus im Ferrari-Lager

Im Ferrari-Lager ist man allerdings nicht so optimistisch, dass es mit einer Rückkehr noch in diesem Jahr klappt.

"Es wäre einfach fantastisch und ungeheuer überraschend, wenn Felipe in dieser Saison noch einmal ein Rennen bestreiten könnte", sagte zudem ein nicht näher benannter Mitarbeiter des Ferrari-Teams gegenüber dem "Guardian".

Massa selbst hatte die Spekulationen um ein baldiges Comeback im Ferrari angeheizt. "Ich hoffe, dass ich zum Großen Preis von Brasilien wieder zurück bin, dass ich vor meinem Heimpublikum starten kann. Vielleicht schaffe ich es auch schon vorher", ließ er gegenüber dem brasilianischen TV-Sender Globo verlauten.

"Zuerst werde ich Kart fahren"

Bevor sich Massa am 18. Oktober in Sao Paolo wieder ans Steuer seines Ferrari F90 setzen kann, muss er aber noch einige Untersuchungen über sich ergehen lassen.

Gegenüber "Autosport.com" sagte der amtierende Vize-Weltmeister: "Zuerst werde ich einige Runden Kart fahren. Danach werde ich zur FIA gehen, um dort die nötigen Tests zu machen und die Starterlaubnis zu bekommen."

Auch italienische Medien spekulierten bereits über eine mögliche Rückkehr beim Ferrari-Heimrennen in Monza.

Doch Teamchef Stefano Domenicali schließt dies nach dem bisherigen Stand der Dinge aus: "Es ist nun vor allem wichtig, geduldig zu sein und nichts zu überstürzen", wie er auf der Ferrari-Homepage schreibt.

Zwar verläuft der Heilungsprozess derzeit besser als erwartet. Dennoch ist die schwere Verletzung des Brasilianers noch nicht überstanden.

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