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Willi Weber managt Michael Schumacher seit dessen Karrierebeginn © getty

Michael Schumachers Manager gibt zu, dass sein Schützling Blut geleckt hat. Luca Badoer erhebt jedoch Besitzansprüche auf den F60.

Von Julian Meißner

München - Rund um den Großen Preis von Europa (Qualifying, Sa. ab 13.45 Uhr LIVE) spukt weiter der Geist des Rekordweltmeisters.

Nachdem Michael Schumacher vergangene Woche auf einer Pressekonferenz in Genf Fragen zu seiner weiteren Zukunft auswich, heizt sein Manager Willi Weber nun Spekulationen über ein mögliches Comeback an.

"Spekulationen sind erlaubt", sagte Weber der "Bild": "Er hat wieder Spaß an der Sache gefunden, jetzt, wo er den inneren Schweinehund beim Training überwunden hat."

Weber weiter: "Michael denkt: Jetzt bin ich im Rhythmus, jetzt bleibe ich auch dran."

Der Nacken hält nicht

Schumachers angekündigtes Comeback war zunächst geplatzt, nachdem sich starke Zweifel über seinen Gesundheitszustand auftaten.

Immer neue Details zu seinem schweren Motorrad-Unfall im Februar im spanischen Cartagena waren bekannt geworden.

Laut "Bild" absolviert Schumacher nun ein Spezialtraining, um den damals gebrochenen Wirbel zu stärken. Vor allem Nackenprobleme hatten Schumacher zur Absage seines Comebacks bewegt.

Massa schon wieder heiß

Unklar ist weiterhin, wann der beim Ungarn-GP schwer verunglückte Felipe Massa wieder für die Scuderia Rennen fahren kann.

Der Brasilianer peilt den Heim-GP in Sao Paulo an, spätestens aber das Saisonfinale in Abu Dhabi. Die Ärzte halten sich mit Prognosen bedeckt, bei Ferrari ist man eher skeptisch für dieses Jahr.

Badoer pocht auf sein Cockpit

Der Italiener Luca Badoer, der den zweiten F60 in Valencia steuern wird, ist sich jedenfalls sicher, dass er fährt, bis Massa wieder fit ist.

Der 38-Jährige sagte auf der offiziellen Pressekonferenz am Donnerstag: "Wenn ich nur Valencia, nur eine Chance, haben würde, hätte mir das Sorgen bereitet. Ich hätte alles versucht, vielleicht mit einer Menge Druck, vielleicht mit vielen Fehlern. Aber das ist nicht der Fall: Bis Felipe zurückkommt, ist das Auto mein."

Räikkönen: "Mir egal"

Einem ist das Theater um das Ferrari-Cockpit reichlich gleichgültig: "Iceman" Kimi Räikkönen.

Der finnische Weltmeister von 2007, ohnehin nicht leicht aus der Fassung zu bringen, sagte lapidar: "Mir ist egal, wer mein Teamkollege ist. Für mich ändert sich gar nichts."

Mit dieser Einstellung steht Räikkönen allerdings ziemlich alleine da.

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