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Sebastian Vettel liegt 25 Punkte hinter dem WM-Führenden Jenson Button © getty

Trotz des fünften Ausfalls im elften Rennen glaubt der Red-Bull-Pilot an seine WM-Chance. Für den kommenden GP hofft er auf Regen.

Valencia - Sebastian Vettel gibt das Formel-1-Titelrennen auch nach der Motorpanne im Hafen von Valencia noch nicht verloren (NACHBERICHT: WM für Vettel in weiter Ferne).

"Solange rechnerisch noch die Möglichkeit besteht, werden wir mit Sicherheit nicht aufgeben", sagt der 22 Jahre alte Red-Bull-Pilot.

Doch sein Lächeln wirkt gequält. Zwei Motorschäden an zwei Tagen, der zweite Ausfall in Folge, Nummer fünf in diesem Jahr - für den deutschen Hoffnungsträger kommt es derzeit knüppeldick (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Vettel glaubt an Chance

In der WM-Wertung ist Vettel auf Platz vier abgerutscht, sein Rückstand auf WM-Spitzenreiter Jenson Button (Großbritannien) im Brawn-Mercedes beträgt nach dem Großen Preis von Europa schon 25 Punkte.

In den ausstehenden sechs Rennen des Jahres werden allerdings noch 60 Punkte vergeben.

Und um die will Vettel kämpfen. "Ich denke, es besteht noch eine Chance", sagt der Heppenheimer.

Webber verliert Rang zwei

Dessen Teamkollege Mark Webber (51,5 Punkte) ging in Valencia als Neunter ebenfalls leer aus und verlor Platz zwei an den siegreichen zweiten Brawn-Piloten Rubens Barrichello (Brasilien/54) (DATENCENTER: Der WM-Stand).

"Wir können ganz normal auftreten, versuchen, das Beste herauszuholen und zu gewinnen. Was die anderen machen, liegt nicht in unserer Hand", sagte Vettel.

Hoffen auf Regen

Positiv für ihn ist, dass es schon am kommenden Sonntag weitergeht.

"Ich denke, dass Spa unserem Auto generell gut liegt", meinte er und hätte auch gegen typisch belgisches Ardennenwetter nichts einzuwenden: "Wenn es regnet, dann macht mir das nichts aus."

Vielleicht aber den Brawn-Piloten, die bei niedrigen Temperaturen zuletzt große Reifenprobleme hatten.

Vettel nimmt es mit Galgenhumor

Vettel weiß aber, dass sich sein Team keine weiteren Fehler leisten darf, zudem stehen ihm für die letzten sechs Rennen nur noch zwei neue Renault-Motoren zur Verfügung.

Warum aber streiken die französischen Triebwerke gerade bei ihm so oft? 143336(Bilder des Rennens)

"Vielleicht gebe ich zuviel Gas", sagt er mit Galgenhumor. "Das ist schon der vierte Ausfall dieser Art. Das wird auf Dauer ganz schön kostspielig", sagte Teamchef Christian Horner.

Zu viele enttäuschende Rennen

"Wir hatten schon zu viele Rennen in diesem Jahr, wo es einfach nicht zusammengepasst hat", sagt auch Vettel: "Wenn man ganz vorne mitfahren und um die WM kämpfen will, darf man sich so etwas nicht erlauben. In elf Rennen fünfmal das Ziel nicht zu sehen, ist da nicht ideal."

Da wird es Zeit, dass in Belgien die Pechsträhne zu Ende geht. Und danach kommt das Rennen in Monza (13. September), wo Vettel im vergangenen Jahr im Toro Rosso sensationell seinen ersten Sieg gefeiert hatte.

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