vergrößernverkleinern
Gruß an Felipe: Nach seinem Sieg denkt "Rubinho" gleich an den verletzten Massa © imago

Mit dem Sieg in Valencia ist Rubens Barrichello wieder mitten im Titelrennen. Den Triumph widmet er dem verletzten Freund Felipe Massa.

Valencia - Nach fast fünf Jahren Durststrecke hätte Rubens Barrichello keinen besseren Moment für die Rückkehr auf das oberste Treppchen finden können: Gleich im ersten Rennen nach dem schweren Unfall seines Freundes Felipe Massa in Budapest.

"Ich habe viele Nachrichten von Leuten erhalten, die meinten, dass ich schuld sei, dass die Feder ihn am Kopf getroffen habe und dass ich ihn fast getötet hätte. Das ist natürlich völliger Schwachsinn", sagte Barrichello. 132835(DAISHOW: Massas Unfall)

Seinen zehnten Sieg widmete er daher ganz Brasilien und "einem ganz besonders - Felipe" 143336(Bilder des Rennens).

Gruß auf dem Helm

Vier Wochen nach Massas Verletzung hatte Barrichello "Felipe, wir sehen Dich bald wieder" auf den Helm geschrieben. "Das ist mein voller Ernst", sagte der 37 Jahre alte Routinier, der auf Massas Ideallinie vom vorigen Jahr in Valencia triumphierte.

"Das Rennen war sensationell. Dass Rubinho gewonnen hat, ist toll. Ich habe ihm die Daumen gedrückt, als Freund, aber auch als Fan", sagte Massa und gratulierte aus der Heimat (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Barrichello hofft auf baldige Massa-Rückkehr

Der Brasilianer will nicht zuletzt angesichts der schwachen Vorstellung seines Ersatzmanns Luca Badoer so schnell wie möglich in seinen Ferrari zurückkehren, um dann vielleicht gegen Barrichello um Siege zu kämpfen.

"Ich wünsche mir, dass Felipe noch stärker zurückkommt", meinte Barrichello, der auf einen Schlag auch wieder mitten im Titelrennen ist.

Der Kampf um den Titel ist neu entbrannt

Als neuer Gesamtzweiter (54 Punkte) hat er die Red-Bull-Fahrer Mark Webber (Australien/51,5) und Sebastian Vettel (Heppenheim/47) wieder überholt und liegt jetzt nur noch 18 Zähler hinter seinem britischen Brawn-Teamkollegen Jenson Button (72) zurück, der zum zweiten Mal in Folge nur Siebter wurde (DATENCENTER: Der WM-Stand).

"Der Kampf um den Titel ist neu entbrannt", schrieb die Zeitung Lance aus Barrichellos Heimatstadt Sao Paulo.

Barrichello glaubt an den Titel

Und auch Barrichello ist nach seinem ersten Erfolg nach 1792 Tagen wieder voller Zuversicht. "Die 18 Punkte Rückstand sind besser als die 26, die ich vor dem Wochenende hatte. Es ist ein schöner Zweikampf", meinte er:

"Jenson ist ein hervorragender Fahrer. Er hatte den besseren Start in die WM, aber jetzt ist der Titelkampf offen. Noch sind es sechs Rennen, ich hoffe auf weitere Siege in diesem Jahr." (NACHBERICHT: WM für Vettel in weiter Ferne)

Lob vom Teamchef

Anerkennung erhielt Barrichello, der für Brasilien nach der 100. Pole Position (Australien 2002) nun den 100. Sieg holte, nicht nur von Button ("Rubens hat das toll gemacht, er verdient den Sieg"), sondern auch von Teamchef Ross Brawn.

"Das war eine sensationelle Vorstellung, heute war er perfekt. Er hat immer genau dann gepusht, wenn es notwendig war, und er hielt die Abstände immer genau im gewünschten Rahmen. Als wir ihm sagten, er soll jetzt pushen, fuhr er Sektorenbestzeiten am Fließband", meinte der Brite.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel