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Flavio Briatore (r.) und Pat Symonds wurden von der FIA für Crashgate verantwortlich gemacht © getty

Renault hat den Posten des Teamchefs bis Saisonende neu besetzt. Derweil beschuldigt Pat Symonds Nelson Piquet junior.

München - Nach dem Aus von Teamchef Flavio Briatore beim Formel-1-Rennstall Renault übernimmt der bisherige technische Direktor Bob Bell vorerst den Posten des Italieners.

"Bell wird die Aufgabe bis zum Ende der Saison übernehmen und damit in allen sportlichen und technischen Fragen Sprecher des Teams", teilten die Franzosen am Mittwoch mit.

Bell fungiert zudem als technischer Direktor; Jean-Francois Caubet, bislang Marketing- und Kommunikations-Direktor, wird neuer Geschäftsführer.

Mit diesen temporären Personalien ersetzt Renault nach dem Unfall-Skandal die mutmaßlichen Drahtzieher Briatore sowie den bisherigen Chefingenieur Pat Symonds.152665(DIASHOW: Briatores Karriere)

Beide gelten als Anstifter des fingierten Unfalls von Nelson Piquet junior beim Singapur-Grand-Prix 2008.

Symonds beschuldigt Piquet

Symonds stritt das am Mittwoch allerdings erneut ab und schob seinerseits Nelson Piquet junior die Schuld zu. Der Brasilianer sei der Erste gewesen, der die Idee zu einem fingierten Unfall gehabt habe, schrieb Symonds in einem Brief an den Automobil-Weltverband FIA.

Symonds: "Es scheint mir, dass in all den Erklärungen und Untersuchungen, die ich gelesen habe, ein Punkt fehlt. Und das ist, dass die Idee zu dem Unfall komplett von Nelson Piquet junior stammt. Er war der Erste, der die Idee an mich herangetragen hat."

Prost im Gespräch

In Singapur wird am Sonntag der 14. von 17 WM-Läufen ausgetragen. Darauf und die restlichen Rennen will man sich beim Renault-Team nun konzentrieren.

Weitere Aussagen zu den Vorfällen 2008 werde es nicht geben.

Als langfristige Nachfolger für Briatore sind bei Renault der viermalige Weltmeister Alain Prost oder David Richards und der frühere BAR-Boss Craig Pollock im Gespräch.

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