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Rubens Barrichello hat in dieser Saison in Valencia und Monza © getty

Rubens Barrichello räumt Verhandlungen mit Williams ein, leugnet aber eine Einigung. Das Team kündigt dem Motoren-Partner.

München - Der Brasilianer Rubens Barrichello hat vor seinem Heimrennen in Sao Paulo Gespräche mit dem britischen Williams-Team über einen Wechsel bestätigt.

"Es ist wahr, dass es Gespräche mit Williams und mit Brawn gibt", sagte der Brawn-Pilot vor dem Großen Preis von Brasilien, fügte jedoch hinzu: "Aber ich habe noch nichts unterschrieben." 149801(DIASHOW: Das Fahrerkarussell)

Medien: Vertrag perfekt

Zuvor hatten brasilianische Medien den Wechsel des 37-Jährigen und die Vertragsunterschrift schon als perfekt gemeldet. Barrichello würde bei Williams die Nachfolge von Nico Rosberg antreten, der seinerseits bei Brawn gehandelt wird.

Aus für Nakajima

Teamkollege des mit 283 Grand-Prix-Starts erfahrensten Formel-1-Piloten, wäre der bisherige Testfahrer Nico Hülkenberg. Der GP2-Champion aus Emmerich ersetzt den Japaner Kazuki Nakajima, dessen Zeit bei Williams zu Ende geht.

"Ich bin in einer sehr privilegierten Situation in meiner Karriere, mir das Auto aussuchen zu können, mit dem ich fahren will", meinte Barrichello, der in diesem Jahr in Valencia nach 1792 Tagen Pause wieder ein Rennen gewann und in Monza noch seinen insgesamt elften Grand-Prix-Sieg folgen ließ. "Es ist meine beste Saison", meinte der zweimalige Vize-Weltmeister.

Williams kündigt Toyota

Zugleich wurde bekannt, dass Williams den Motoren-Vertrag mit dem japanischen Automobilhersteller Toyota vorzeitig gekündigt hat.

Das gab der britische Rennstall am Mittwoch bekannt und bestätigte damit Spekulationen der letzten Wochen. Den neuen Motorenpartner für die Saison 2010 will das Team in Kürze vorstellen, im Gespräch sind Renault und Rückkehrer Cosworth.

Zum Abschied schickte Teamgründer Sir Frank Williams noch ein paar freundliche Worte nach Köln, wo die Formel-1-Abteilung von Toyota sitzt.

"In einer sehr schwierigen Zeit für uns als Team ist Toyota eingesprungen und hat uns von 2007 bis jetzt Ende 2009 mit Motoren beliefert und war immer ein anständiger Partner, der unsere Unabhängigkeit respektiert und uns mit erstklassigen Produkten beliefert hat", sagte der Brite.

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