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Jenson Button stieg 2000 bei Williams in die Formel 1 ein © getty

Die Erfolgsstory von Jenson Button ist wie ein Märchen, noch im Februar war er arbeitslos. Das Porträt des neuen Champions.

Sao Paulo - Im Februar arbeitslos, Anfang März als Hinterbänkler abgestempelt, seit Sonntag der 32. Weltmeister der Formel-1-Geschichte.

Die Erfolgsstory von Jenson Button liest sich wie ein Märchen. Gemeinsam mit Superhirn Ross Brawn hatte er die Konkurrenz zu Saisonbeginn mit sechs Siegen in sieben Rennen überrumpelt und den Vorsprung bis ins Ziel gerettet (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Einen Saisonstart wie Button hatte in den letzten 44 Jahren nur Michael Schumacher 1994 und 2004 geschafft.

Scheidung als Antrieb

Der Antrieb des neuen Weltmeisters liegt angeblich auch in der Scheidung seiner Eltern begründet. Wenn der kleine Jenson, bei der Trennung sieben Jahre, erfolgreich Rennen fuhr, waren Vater John und Mutter Simone in ihrem Stolz und ihrer Freude vereint.

Als Button, der 2000 als Teamkollege von Ralf Schumacher bei Williams in die Formel 1 einstieg, für wenige Monate der große Überflieger war, versuchten die Medien, ihm das Image eines Charakterkopfes zu verpassen. Das will Button jedoch gar nicht. Er ist einfach ein netter Kerl.

Keine großen Sprüche

Egal, wie sehr er gereizt wurde, zu großen Sprüchen ließ er sich nie hinreißen. "In meiner Position muss man sehr vorsichtig sein mit dem, was man sagt. Wenn ich mich an einem Rennwochenende draußen bewege, bin ich Repräsentant und habe die Belange großer Sponsoren zu bedenken."

Auch sein ehemaliger Teamchef Flavio Briatore (bei Renault 2002) versuchte, den hochtalentierten Button stets zu reizen, um Reserven zu mobilisieren. "Er war sehr geduldig, sehr ruhig, einfach sehr englisch", meinte Briatore: "Wie gerne hätte ich ihn mal wütend oder aufbrausend gesehen. Ich dachte immer, dass er doch endlich mal die Geduld mit uns verlieren und anfangen müsste, mehr Forderungen zu stellen."

Sein Talent, ein starkes Auto und Superhirn Ross Brawn an seiner Seite reichten am Ende aber zum Titel.

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