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Jenson Button wird in Abu Dhabi seinen 170. Grand Prix bestreiten © getty

Der Teamchef weiß "zu 99 Prozent", dass er Button halten kann. Hamilton hätte nichts gegen ein britisches Dream Team.

Von Julian Meißner

München - Während sich die Saison nach der Entscheidung in beiden Meisterschaften ihrem Finale nähert, geht der Poker um Weltmeister Jenson Button in die entscheidende Phase.

Wenige Tage vor dem letzten Rennen des Jahres in Abu Dhabi ist sich Teamchef Ross Brawn "zu 99 Prozent" sicher, dass er den frisch gekürten Champion im Team halten kann (DATENCENTER: Alle News zur Formel 1).

"Wir wollen, dass Jenson bei uns im Team bleibt, und ich denke, wir werden eine Lösung finden", sagte Brawn zur "BBC".

Knackpunkt ist nach wie vor das liebe Geld. Brawn erklärt: "Jenson hat einen Vertrag mit uns, aber natürlich beinhaltet dieser nicht das Gehalt eines Weltmeisters und nicht das Gehalt eines Teams, dass in einer deutlich stärkeren Position ist als das vor zehn Monaten der Fall war."

Feilschen ums Gehalt

Zuletzt war der 29-jährige Button mit McLaren-Mercedes in Verbindung gebracht worden und hatte mit seinem Chef um das Gehalt gefeilscht, wobei die Vorstellungen offenbar weit auseinander drifteten.

Auch deshalb schossen die Spekulationen um Abwerbeversuche der Konkurrenz ins Kraut.

"Jenson ist ganz offensichtlich ein großartiger Fahrer. Für die Teams ohne komplettes Lineup muss er ein Ziel sein", kommentierte Brawn den Poker gelassen.

Haug: Kein Wettbieten

Derweil hat Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug klargestellt, dass man nicht gedenkt, an einem Wettbieten um die populären Fahrer mitzumachen.

"Wir wollen die totale Hingabe von jemandem, der erfolgsorientiert ist", sagte Haug gegenüber "Autosport": "Nicht jemanden, der sagt: 'Ich habe einen großen Namen, gebt mir eine Menge Geld und ich fahre für euch'".

"Kimi ist eine Option"

Das Aus für Heikki Kovalainen bei McLaren scheint beschlossene Sache zu sein, weiter gilt sein Landsmann Kimi Räikkönen als erste Option.

Der Finne, der schon von 2002 bis 2006 für McLaren am Steuer saß, muss bei Ferrari für Fernando Alonso weichen 149801(DIASHOW: Die Formel-1-Wechselbörse).

"Kimi ist eine Option", bestätigte Haug um gleich einzuschränken: "Aber es gibt viele Optionen."

Hamilton will einen Teamplayer

Einen stallinternen Zwist wie einst zwischen Lewis Hamilton und Fernando Alonso will man im Lager der Silberpfeile natürlich tunlichst vermeiden. Hamilton hat deshalb einmal mehr betont, dass er sich einen Teamplayer als Partner wünscht.

"Es kümmert mich nicht, wer ins Team kommt, solange er in Frieden kommt, produktiv sein will und das Team nach vorne bringt", sagte der Weltmeister von 2008 der "Daily Mail".

An einem britischem Dream Team mit Button würde Hamilton Gefallen finden: "Jenson würde ich als Teamkollegen willkommen heißen. Er ist ein sehr vernünftiger und engagierter Kerl."

Hamiltons Einschätzung: "Er wird nächstes Jahr ein starker Konkurrent sein - ob bei Brawn oder bei McLaren."

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