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Nick Heidfeld hat 167 Formel-1-Rennen absolviert, allerdings noch keinen Sieg errungen © imago

Nick Heidfeld ist der Wackelkandidat unter den deutschen Aspiranten für ein Cockpit für 2010. Er selbst gibt sich zuversichtlich.

Abu Dhabi - Nick Heidfeld steht nach dem Abschiedsrennen von BMW vor einer ungewissen Zukunft, doch Angst, dass er in die Wüste geschickt wird, hat er nicht. "Ich bin ziemlich sicher, dass ich nächstes Jahr hier sein werde", sagt der Mönchengladbacher fast trotzig: "Wir sprechen mit ein paar Teams."

Nun scheint tatsächlich auch ein Team angebissen zu haben.

Überraschenderweise bekundet nun McLaren-Mercedes Interesse an dem 32-Jährigen.

Billig-Lösung Heidfeld

"Nicks Qualitäten sind bei uns bestens bekannt. Aber noch ist nichts fix", sagt Mercedes-Sportchef Norbert Haug in der "Bild" zu einer möglichen Verpflichtung Heidfelds.

Eigentlich ist Kimi Räikkönen Top-Kandidat für das Cockpit neben Lewis Hamilton. Doch der Finne verlangt mit angeblich zehn Millionen Euro jährlich ein zu hohes Gehalt. Heidfeld wäre die Billig-Lösung für McLaren.

Wenige Alternativen

Das Interesse der Silbernen kommt für Heidfeld gerade zur rechten Zeit. Denn viele Alternativen dürfte er nach einer enttäuschenden Saison nicht haben.

Vielleicht Toyota, vielleicht auch Renault, am ehesten könnte er wohl beim BMW-Nachfolgeteam von Peter Sauber einen Job bekommen.

Das weiß auch Heidfeld: "Hoffentlich wird das Team am Start sein. Ich glaube, dass Sauber viel besser sein wird als die neuen Teams." Neue Rennställe seien zwar wichtig für die Formel 1, aber der Abschied von Sauber wäre für ihn jammerschade: "Das wäre schwer zu verstehen."

Sechs deutsche Fahrer

Heidfeld ist in der "Formel deutsch" der große Wackelkandidat 149801(DIASHOW: Die Formel-1-Wechselbörse). Sollte der Mönchengladbacher aber einen Arbeitgeber finden, wäre 2010 wahrscheinlich die Rekordzahl von sechs deutschen Fahrern am Start.

Dennoch ist derzeit nur Jungspund Sebastian Vettel, der im WM-Finale 2009 am Sonntag (Quali, Sa., ab 13.45 Uhr LIVE) in Abu Dhabi den zweiten WM-Rang sichern will, sicher gesetzt. Der 22-Jährige aus Heppenheim steht bis zum Saisonende 2011 bei Red Bull unter Vertrag.

Glock zu Renault?

Nico Rosberg sitzt in Abu Dhabi letztmals im Williams-Cockpit, doch es gilt als sicher, dass der 24-Jährige im kommenden Jahr an der Seite von Weltmeister Jenson Button für das Brawn-Team fährt.

Der zurzeit verletzt pausierende Toyota-Pilot Timo Glock soll angeblich bei Renault ganz hoch im Kurs stehen.

Adrian Sutil dürfte aller Voraussicht nach weiter für Force India starten, GP2-Champion Nico Hülkenberg wird bei Williams wohl vom Test- zum Stammfahrer aufsteigen.

Noch immer ohne Sieg

Heidfeld hat sich in der Formel 1 bislang nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Seinem Beinamen "Quick Nick" macht er schon lange keine Ehre mehr. Seit mittlerweile 167 Rennen wartet er immer noch auf den ersten Sieg in der Formel 1. In dieser Saison belegt Heidfeld vor dem Finale mit nur 15 Punkten den enttäuschenden 14. Platz in der Fahrer-Wertung.

"Keine einfache Situation"

Den Ausstieg von BMW bedauert Heidfeld sehr.

Das letzte Rennen für die Weiß-Blauen sei für ihn deshalb etwas Besonderes, vor allem, was die Emotionen angeht, sagt der Mönchengladbacher: "Ich glaube aber, dass sich alle auf die Aufgabe konzentrieren werden, die sie zu erledigen haben. Es ist keine einfache Situation, wenn niemand weiß, ob es Sauber überhaupt noch geben wird. Es wird unser Abschneiden hier aber nicht beeinflussen."

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