vergrößernverkleinern
Kimi Räikkönen begann seine Fromel-1-Karriere 2001 bei Sauber © getty

Einen Tag nach der Bekanntgabe seines Rückzugs, schließt Kimi Räikkönen ein Engagement in der der Formel 1 für 2010 nicht aus.

Von Rainer Nachtwey

München - McLaren oder gar nicht: Das war Kimi Räikkönens Aussage vor dem Wechsel Jenson Buttons von Brawn GP zu McLaren.

Nach der Verpflichtung des Weltmeisters ist beim britischen Rennstall kein Platz mehr für den Titelträger von 2007, und Räikkönen kündigte eine einjährige Auszeit von der Formel 1 an 149801(DIASHOW: Das Fahrerkarussell).

Doch nun denkt der Finne offensichtlich wieder anders. Sollte vom Brawn-Nachfolger Mercedes Grand Prix ein Angebot ins Haus flattern, würde er einen Verbleib in der "Königsklasse" in Betracht ziehen, wurde zumindest sein Manager Steve Robertson zitiert.

Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Mercedes im kommenden Jahr um Siege und die Weltmeisterschaft mitfahren kann.

Geld spielt keine Rolle

"So ist nun mal die Formel 1. Wenn Sie uns ein Angebot vorlegen oder uns überzeugen, dass Kimi Rennen gewinnen kann und er dadurch glücklich ist, dann wird er niemals nie sagen", sagte Robertson bei "Autosport.com". "Ich möchte keine Möglichkeit ausschließen."

Viele Rennställe kommen für Räikkönen aber nicht in Frage, dies stellte sein Berater noch einmal klar. "Ihm geht es nicht ums Geld. Er will Rennen gewinnen. Das können ihm nicht viele Teams bieten."

2009 im Ferrari war frustrierend

Sollte er kein Angebot von einem siegfähigen Rennstall erhalten, könne sich Räikkönen "etwas anderes vorstellen. Rallye oder ähnliches".

Nach neun Jahren Formel 1 wolle er sich ein Jahr wie das vergangene bei Ferrari nicht noch einmal antun. "Er war sehr frustriert. Er braucht die Herausforderung", sagte Robertson.

Sollte es mit Sitz in einem siegfähigen Formel-1-Boliden 2010 nichts werden, "dann wird er eben 2011 sein Glück erneut versuchen".

Keine Gespräche mit Brawn

Räikkönen selbst äußerte sich wesentlich zurückhaltender als sein Manager.

"Ich habe mit Brawn keine Gespräche geführt", sagte der Finne gegenüber "Formula1.com": "Ich habe das Gefühl, das sie jetzt, wo Mercedes involviert ist, zwei deutsche Fahrer haben wollen."

Räikkönen nennt Gründe

Auch seinen Entschluss, sich für mindestens ein Jahr aus der Königsklasse zurückzuziehen, begründete der "Iceman" auf der offiziellen Formel-1-Seite.

"Ich konnte mich mit McLaren nicht einigen, daher habe ich entschieden, ein Jahr Pause zu machen", so Räikkönen: "Ich hatte das Gefühl, dass mir McLaren die besten Möglichkeiten bieten würde, Rennen zu gewinnen und um die WM zu kämpfen. Da das nicht geklappt hat, ist die Pause die logische Konsequenz."

Auch einen Abschied für immer schloss er nicht aus: "Ganz ehrlich: Ich komme 2011 nur zurück, wenn ein konkurrenzfähiges Auto frei ist."

"Werde mir das anschauen"

Auch über die Gerüchte, er werde 2010 seine Einsätze bei Rallyes verstärken, äußerte sich der Finne.

"Ich werde mir das anschauen. Auch da will ich ein konkurrenzfähiges Auto", so Räikkönen: "Wenn nicht, dann verbringe ich die Zeit lieber mit meiner Familie und meinen Freunden."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel