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Die Länge einer Runde am Nürburgring beträgt 5,148 km. © getty

Ministerpräsident Beck hofft auf günstigere Konditionen und stellt eine Neustrukturierung der Rennstrecke vor.

München - Das Land Rheinland-Pfalz will die Formel 1 auch über 2011 hinaus auf dem Nürburgring halten, "aber nicht um jeden Preis".

Das sagte Wirtschaftsminister Hendrik Hering, der am Mittwoch in Mainz gemeinsam unter anderem mit Ministerpräsident Kurt Beck Pläne für eine Neustrukturierung der traditionsreichen Rennstrecke in der Eifel vorgestellt hatte.

"Die Formel 1 ist eine strukturpolitische Maßnahme. Ich hoffe und erwarte, dass uns günstigere Konditionen eingeräumt werden. Wir werden dann sehen, was uns diese strukturpolitische Maßnahme wert ist", sagte Beck.

Entgegenkommen erwartet

Das Land hofft auf ein ähnliches Entgegenkommen von Bernie Ecclestone wie in Hockenheim, wo der Brite ab 2010 bis zum Ablauf des neu geschlossenen Vertrages 2018 auch an möglichen Verlusten beteiligt sein wird.

In der jährlichen Rotation ist Hockenheim im kommenden Jahr Gastgeber des Großen Preises von Deutschland, 2011 ist noch einmal der Nürburgring an der Reihe, bevor dessen Vertrag ausläuft. 149801(DIASHOW: Die Formel-1-Wechselbörse)

Betreibergesellschaft übernimmt Vermarktung

Beck und Hering hatten am Mittwoch verkündet, dass künftig eine neu zu gründende Betreibergesellschaft das operative Geschäft und die gemeinsame Vermarktung der kompletten Anlage aus Rennstrecken, dem Freizeitpark Ring-Werk, dem Businesszentrum mit Eventhalle sowie den Hotel- und Gastronomiebetrieben übernehmen soll.

Diese Betreibergesellschaft sollen zu jeweils 50 Prozent die bereits jetzt am Ring engagierten Partner Lindner und Mediinvest bilden unter Führung von Jörg Lindner, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Lindner-Gruppe.

Vertragsabschluss 2010

Ulrika Brandt, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Lindner, sagte am Donnerstag dem Sport-Informations-Dienst, das bislang lediglich eine Absichtserklärung abgegeben wurde, die genauen Details der Verträge aber noch ausgehandelt werden müssten.

Mit einem Vertragsabschluss sei im ersten Halbjahr 2010 zu rechnen.

Ihr Unternehmen sei angesprochen worden, "vielleicht weil wir viel Erfahrung haben.

Mehr als die Hälfte unserer Hotels haben wir in schwierigen Situationen übernommen", sagte Brandt. Man habe zudem Erfahrung damit, "touristische Leistungen zu bündeln".

Für das operative Geschäft der Gesellschaft werde noch ein Manager gesucht.

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