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Romain Grosjean (r.) wurde 2007 Meister der Formel-3-Euroserie © imago

Romain Grosjean lobt seinen Ex-Teamkollegen in den höchsten Tönen. Der Schweizer glaubt an seine Chance auf ein Renault-Cockpit.

Von Sebastian Binder

München - Trotz eines nur mäßigen Abschneidens in der abgelaufenen Saison, hofft Romain Grosjean auf einen Verbleib bei Renault.

Zugleich lobt er seinen früheren Teamkollegen Fernando Alonso in den höchsten Tönen: "Für mich war Fernando der beste Fahrer des Jahres", sagte Grosjean der französischen "L'Equipe".

Die Zusammenarbeit mit dem zweimaligen Weltmeister sieht der Schweizer als Pluspunkt für den eigenen Verbleib in der Königsklasse: "Ich habe vergangene Saison in sieben Grands Prix als Teamkollege von Alonso viel gelernt. Drei Zehntel hinter ihm zu sein, ist nichts, wofür ich mich verstecken muss."

Grosjean war in den letzten sieben Rennen für den geschassten Nelson Piquet jr. eingesprungen, holte aber keinen WM-Punkt.

Kubica-Vertrag fast fix

Das erste Cockpit des Renault-Rennstalls geht wohl an Robert Kubica. Der Pole hat den Vertrag mit dem französischen Team zwar theoretisch schon in der Tasche.

Derzeit prüfen Kubicas Anwälte die Modalitäten des Engagements aber noch mal neu, was nach dem werksseitigen Teilrückzug von Renault nötig wurde.

Da der Verbleib des Rennstalls in der Formel 1 nach der Übernahme durch Genii Capital und den Geschäftsmann Gerard Lopez gesichert ist, dürfte es für Kubica in dieser Hinsicht keine Probleme geben.

Prost jr. zu Renault?

Bleibt also die Frage, wer das zweite Cockpit bei Renault übernimmt. Grosjean ist sich sicher, dass er die besten Karten hat: "Jetzt wissen wir, wer Renaults neuer Partner ist, und wir wissen, dass sie im Grand-Prix-Sport weitermachen werden, daher hoffe ich, dass sie mich nach all der guten Arbeit, die wir gemeinsam seit 2006 geleistet haben, nicht fallen lassen."

Allerdings hat der 23-Jährige einen namhaften Rivalen um die "Nummer zwei" bei Renault bekommen: Nicolas Prost, Sohn des vierfachen Weltmeisters Alain Prost, soll angeblich bei Renault als Test- und Ersatzfahrer anheuern.

Dennoch hat der Youngster wohl bereits ein Auge auf den zweiten Startplatz beim französischen Team geworfen.180745(DIASHOW: Fahrer und Teams 2010)

Berger dementiert Wechsel zu Renault

Diese Ambitionen würde er sicher verstärken, wenn sein Vater, wie gemeinhin spekuliert wird, Bob Bell als Teamchef ablöst.

In diesem Fall hätte Grosjean wohl keine allzu guten Karten mehr bei Renault, wenn er sich dann der übermächtigen "Prost-Lobby" gegenüber sähe.

Allerdings steht derzeit noch nicht fest, wer die sportliche Leitung bei Renault übernimmt.

Zuletzt war Gerhard Berger heiß gehandelt worden, doch der Österreicher dementierte umgehend: "Ich weiß nichts von einem derartigen Angebot. Im Moment finden keine Gespräche dazu statt. Das einzige, was ich zu dem Thema weiß, ist, dass Lopez Renault übernommen hat", sagte der Österreicher.

Lopez setzt auf Kontinuität

Gegen einen neuen Leiter spricht allerdings, dass Lopez wenig Interesse daran hat, das Team komplett umzubauen.

Neben Bell als Teamchef werden somit aller Voraussicht nach weiter Steve Nielsen (Teammanager), James Allison (Technikdirektor) und Tim Densham (Chefdesigner) die Geschicke des Rennstalls leiten.

Ob das für Grosjean ein Vorteil ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Der französische Automobilkonzern Renault

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