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Michael Schumacher bestritt sein letztes Formel-1-Rennen 2006 in Brasilien © imago

Michael Schumacher soll im Januar der Öffentlichkeit präsentiert werden. Hill stänkert schon, Lauda und Briatore freuen sich.

München - Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher (40) soll noch im Januar seine eigene Präsentation bekommen.

Nach Informationen der "Bild am Sonntag" soll der künftige Silberpfeil-Star in Stuttgart öffentlich vorgestellt werden.

Wahrscheinlich steigt die große Schumi-Show dann im Mercedes-Benz-Museum am Stammwerk in Untertürkheim (Die Chronologie der Schumacher-Rückkehr) .

Auch Schumachers Teamkollege Nico Rosberg (24) wird dann mit von der Partie sein. Angeblich soll dann auch der neue Silberpfeil erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Das Auto, in dem Schumi seinen 8. WM-Titel einfahren soll, wird derzeit noch entwickelt. Teamchef Ross Brawn ist sicher: "Michael und Nico bieten die perfekte Mischung aus Talent, Erfahrung, Jugend und Speed."

Schumi-Fieber ausgebrochen

Ganz Deutschland ist schon im Schumacher-Fieber, in Hockenheim wurden wegen der einsetzenden Kartennachfrage über Weihnachten sogar Sonderschichten geschoben.

Der Deutschland-Grand-Prix findet am 25. Juli 2010 statt, dann dürfte der Hockenheimring vermutlich aus allen Nähten platzen.

Sogar Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer kann die Rückkehr kaum erwarten: "Ich werde mir jetzt wieder Formel 1 im Fernsehen anschauen."

Tests im Februar

Schumachers erste offizielle Testfahrt im Mercedes soll wohl am 10. Februar in Jerez steigen, das erste Rennen findet am 14. März 2010 in Bahrain statt 180745(DIASHOW: Teams und Fahrer 2010) .

Doch derzeit laufen laut "BamS" erstmal die Vorbereitungen für die Präsentation in Stuttgart auf Hochtouren. Auch kostbare historische Silberpfeile sollen in das Programm mit einbezogen werden.

Hill wähnt Sonderbehandlung

Michael Schumachers sensationelles Comeback ruft nicht nur Begeisterung hervor. Erzrivale Damon Hill hat Angst, dass der Automobil-Weltverband FIA für den Rekord-Weltmeister die Regeln ändern könnte.

"Es gab immer den Verdacht, dass Schumacher von FIA-Seite eine Sonderbehandlung bekam. Viele Leute werden die Formel 1 nächstes Jahr unter diesem Gesichtspunkt verfolgen", wird der Brite in der "Bild am Sonntag" zitiert.

FIA-Boss als Busenfreund

Hill spielt damit wohl auf die Tatsache an, dass Schumacher und der neue FIA-Präsident Jean Todt (63) gute Freunde sind.

Die beiden holten von 2000 bis 2004 bei Ferrari gemeinsam fünf WM-Titel. Als Ex-Ferrari-Teamchef Todt dieses Jahr für den FIA-Chefposten kandidierte, rührte Schumi sogar die Werbetrommel.

Hill fordert den Weltverband deshalb auf: "Die FIA sollte von Anfang an so handeln, dass gar nicht erst Argwohn entsteht."

Briatore freut sich

Dagegen freut sich der nach dem Unfall-Skandal bei Renault lebenslang aus der Formel 1 verbannte Flavio Briatore auf das Schumacher-Comeback. Der Italiener traut seinem einstigen Schützling auf Anhieb wieder Siege zu.

"Wenn er jetzt zurückkehrt, bedeutet das, dass Michael überzeugt ist, noch schneller als früher zu sein", sagte Briatore der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport am Sonntag.

Keine spontane Entscheidung?

Laut Briatore ist die Rückkehr des siebenmaligen Weltmeisters für die ganze Formel 1 sehr positiv.

Schumachers Entscheidung, in den kommenden drei Jahren für Mercedes zu fahren, sei keinesfalls spontan gewesen, sagt der Italiener weiter: "Ich kenne Michael und glaube, dass er sich sein Comeback lange überlegt hat."

Schumacher gewann seine ersten beiden WM-Titel 1994 und 1995 für Benetton mit Briatore als Teamchef.

Auch Lauda Feuer und Flamme

Für Niki Lauda ist Schumachers Comeback ein historischer Moment. "Ja, man könnte sogar sagen, eine Therapie für die krisengeschüttete Formel 1", sagte der dreimalige Weltmeister der "Welt am Sonntag".

Wenn am 14. März 2010 in Bahrain die neue Saison beginne, werde die ganze Welt verfolgen wollen, wie der siebenmalige Weltmeister mit einem Mercedes-Silberpfeil in sein zweites Formel-1-Leben durchstarte, meinte der Österreicher: "So etwas hat es noch nie gegeben."

Lauda hat überhaupt keine Zweifel, dass Michael Schumacher auch im Alter von 41 Jahren seine alte Leistungsstärke zu 100 Prozent abrufen kann und wird: "Formel-1-Piloten von Weltklasse haben vom lieben Gott besondere Fähigkeiten mitbekommen. Sie können ihre überdurchschnittlichen Fähigkeiten nicht verlernen. Und sie sind sich dessen bewusst."

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