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Nico Rosberg fährt bereits seit 2006 in der höchsten Motorsportklasse Formel 1 © getty

Rosberg freut sich auf Schumi. Für 2010 hat er sich mit seinem neuen Rennstall viel vorgenommen. Glock kehrt zu den Wurzeln zurück.

München - Nico Rosberg freut sich im neuen Mercedes-Team auf das direkte Duell mit Rekordweltmeister Michael Schumacher.

"Es ist fantastisch, dass Michael in die Formel 1 zurückkehrt und mein Teamkollege bei Mercedes ist. Es ist eine großartige Nachricht für unseren Sport und die Fans", sagte der 24 Jahre alte Rosberg in einem Interview der "Stuttgarter Nachrichten".

Weiter: "Für mich ist es eine große Herausforderung, an der Seite eines der besten Rennfahrer aller Zeiten zu starten. Ich bin sicher, dass wir ein starkes Team sein werden und Michael nichts von seinem Speed verloren hat."

"Natürlich will ich jeden schlagen"

Nachdem der in Wiesbaden geborene Rosberg als deutscher Fahrer zunächst schon eine perfekte Besetzung des Silberpfeil-Cockpits bei der werksseitigen Mercedes-Rückkehr nach 55 Jahren war, wurde das durch das Comeback von Schumachernoch einmal überboten.

Doch Rosberg schaut dennoch auf sich selbst. "Natürlich will ich jeden Teamkollegen schlagen, das ist der direkte Vergleich, der Gradmesser - der Fahrer hat dasselbe Material wie ich. Da spielt dann schon ein wenig Egoismus mit", sagte Rosberg.

Hochgesteckte Ziele für 2010

Die Ziele für 2010 sind dabei hoch gesteckt. "Das Team ist amtierender Weltmeister, und wir alle werden hart arbeiten, um unser Ziel, wieder ganz vorne dabei zu sein, zu erreichen", sagte der Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg:

"Ende dieser Saison war es etwa das zweitbeste Auto, nur Red Bull war leicht davor. Das war der Stand der Dinge, auf dem wir jetzt aufbauen - alle arbeiten sehr hart in der Firma, deshalb bin ich überzeugt, dass das Auto mindestens so stark sein wird wie der Vorgänger." 180745(DIASHOW: Fahrer und Teams 2010)

Auch Glock optimistisch

Auch Timo Glock schaut optimistisch in die Zukunft. Nach seinem Wechsel vom Werksteam Toyota zu Neueinsteiger Virgin fühlt er sich wie in einer neuen Welt.

"Wenn man die beeindruckende Toyota-Fabrik in Köln besucht und danach zu einem kleinen britischen Team mit viel kleineren Möglichkeiten wechselt, fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten", sagte der 27-Jährige aus Wersau der offiziellen Formel-1-Internetseite "formula1.com":

"Auf der anderen Seite ist es aber auch ein gesunder Schritt zurück zu den Wurzeln. Ich sehe das positiv."

Bei Virgin Teamleader

Glock glaubt, dass Virgin 2010 ein guter Platz für ihn sei, nachdem er schon vor dem Toyota-Ausstieg gespürt hätte, dass seine Zeit dort zu Ende gehe. An seiner Zukunft in der Königsklasse habe er allerdings "keine Sekunde" gezweifelt.

"Ich fühle, dass ich hier mehr Freiräume habe und alles weniger kompliziert ist", sagte Glock, der bei den Briten die Rolle des Teamleaders einnehmen soll und will.

"Das war sogar einer der Gründe, warum ich zu Virgin gegangen bin. Mir wurde die Position der Nummer eins versprochen und dass das Team um mich herum aufgebaut werden wird", erklärte er.

Und die Tatsache, dass sein neues Team mit dem kleinsten Budget aller 13 Rennställe auskommen will und viel kleiner ist als Toyota, sieht Glock positiv. "Ich denke, dass es jetzt einfacher für mich ist, mir alle Namen zu merken."

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