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Michael Schumacher (r.) feierte bisher 91 Siege in der Formel 1 © getty

Michael Schumacher wäre sich für die Helferrolle nicht zu schade. Er kann sich vorstellen, noch länger als drei Jahre zu fahren.

Von Christian Stüwe

München - Die ersten Testrunden hat Michael Schumacher bereits absolviert, sein neues Team Mercedes GP hat den siebenmaligen Weltmeister Anfang der Woche offiziell vorgestellt und auch das Design des neuen Silberpfeils wurde bereits präsentiert.

Bis zum Comeback-Rennen in Bahrain Mitte März sind es zwar noch einige Wochen, doch die heiße Phase hat längst begonnen.

Und der 41-jährige Schumacher scheint mit dem bisherigen Verlauf seiner Rückkehr in die Königsklasse des Motorsports sehr zufrieden und gibt sich optimistisch.

"Ich werde nicht hinterherfahren", verspricht Schumacher im Interview mit der "Bild": "Ganz sicher!"

Das Ziel des Comebacks ist für Schumacher klar. Der achte Weltmeistertitel soll her. (Meldung: Unterwegs zum achten Oscar?)

Weltmeistertitel "muss Ziel und Antrieb sein"

"Im ersten Jahr Weltmeister zu werden, ist vielleicht ein bisschen optimistisch, aber es muss unser Ziel und Antrieb sein", sagt Schumacher, der keine Zweifel daran lässt, dass seine Rückkehr in die Formel 1 nicht nur ein kurzer Abstecher sein soll.

Für drei Jahre hat er bei Mercedes GP unterschrieben. Und auch ein Engagement über diese Zeit hinaus schließt er nicht aus.

"Das Schöne ist, dass Mercedes an mich glaubt und mir drei Jahre lang die Möglichkeit gibt, miteinander Erfolg zu haben", sagt Schumacher: "Aber nach drei Jahren muss nicht Schluss sein."

Testfahrten stehen an

Keine Frage, das Formel-1-Fieber hat Schumacher wieder erfasst.

Und es dürfte noch einmal steigen, wenn nächste Woche die ersten Testfahrten im neuen MGP W01 im spanischen Valencia anstehen.

Testfahrten lösen bei Schumacher auch im Alter von 41 Jahren und nach 248 absolvierten Formel-1-Rennen noch Vorfreude aus: "Später im Verlauf der Testfahrten, wenn ich dann meinen Rhythmus gefunden habe und merke, ich kann eine Runde wie die andere fahren, ich bin absolut am Limit, dann bekomme ich diese Fahr-Geilheit."

Mercedes hat "beste Wahl" getroffen

In Valencia wird auch erstmals die "deutsche Formel-1-Nationalmannschaft", wie Daimler-Chef Dieter Zetsche es formulierte, zusammen testen.

Schumacher freut sich auf die Zusammenarbeit mit Nico Rosberg.180745(DIASHOW: Teams und Fahrer 2010)

"Mercedes hat da in meinen Augen die beste Wahl getroffen", erklärt Schumacher im Hinblick auf seinen Co-Piloten.

"Einen jungen Heißsporn, der voller Talent absolut auf dem Weg nach oben ist. Der aber vielleicht noch etwas Erfahrung braucht", so Schumi: "Und beim anderen ist genau andersrum. Ob der gut genug ist, lässt sich ja diese Saison feststellen."

Volle Unterstützung für Rosberg

Sollte Rosberg der schnellere der beiden Fahrer sein, hätte Schumacher auch kein Problem damit, den 24-Jährigen zu unterstützen.

"Ich bin 1999 für Eddie Irvine gefahren", erinnert sich Schumacher: "Ihm habe ich damals gut geholfen. Und so würde ich es diesmal bei Nico auch tun."

Verhältnis zu Ferrari nach wie vor gut

Pikant wird auch das Wiedersehen auf der Strecke mit der alten Liebe Ferrari.

Das Verhältnis zu den Italienern sei nach wie vor bestens, erklärt Schumacher, der mehrere Autos der italienischen Edelschmiede besitzt. "Ein Teil meines Herzens bleibt immer rot", sagt Schumacher: "Und ein Teil meiner Garage auch."

Längst hätten ihn die Ferrari-Mechaniker zum traditionellen Fußballspielen an der Strecke eingeladen.

Regenreifen bei Sonnenschein?

Dennoch müsse er aufpassen, nicht aus Macht der Gewohnheit während des Rennens die rote Ferrari-Box anzusteuern.

Denn bei aller Freundschaft käme dann wohl doch die sportliche Rivalität zum Tragen, wie Schumacher bemerkt: "Die Ferrari-Jungs würden mir wahrscheinlich bei schönstem Sonnenschein Regenreifen aufziehen."

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