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Michael Schumacher bestritt sein letztes Formel-1-Rennen 2006 in Brasilien © getty

Michael Schumacher hat nach den ersten Tests im Silberpfeil keine körperlichen Probleme. Physiotherapeut und Leibarzt sind vor Ort.

Valencia - Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher hat sein Testdebüt als neuer Mercedes-Werksfahrer körperlich gut überstanden.

Am Dienstagmorgen fühlte sich der 41 Jahre alte Rekordweltmeister in Valencia absolut fit, nachdem er am Tag zuvor insgesamt 40 Runden gefahren war 199018(DIASHOW: Schumachers erste Tests).

Sein bei einem Motorradsturz im Februar 2009 verletzter Nacken, der im vergangenen August den Einsatz als Ersatzmann des verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa verhindert hatte, bereitet ihm keine Probleme mehr.

"Den habe ich gut eingeölt, alles Rostige ist entfernt", hatte der Kerpener schon am Montagabend gesagt.

Physio in Ralfs Wohnmobil

Schumacher wird während der Tests in Valencia rund um die Uhr von einem Physiotherapeuten aus der Sportklinik Bad Nauheim betreut, der zusammen mit ihm direkt an der Strecke in einem Luxus-Wohnmobil übernachtet.

Das Gefährt hat Schumacher eigens zu diesem Zweck von seinem Bruder Ralf ausgeliehen. Auch Michaels Leibarzt Johannes Peil ist nach Spanien gekommen.

Am Dienstag ist Schumacher nicht im Einsatz, die Testarbeit übernimmt Teamkollege Nico Rosberg.

Schumacher ist dann am Mittwoch zum Abschluss der Testfahrten wieder an der Reihe.

"Durch nichts beeinträchtigt"

Peil ist mit dem Gesundheitszustand seines Schützlings nach dem ersten Testtag für Mercedes sehr zufrieden.

"Das Schönste ist, wenn man feststellt, dass Michael sich ganz und gar auf das Fahren konzentrieren konnte. Es ist so, dass er durch nichts beeinträchtigt war", sagte Peil am Dienstag in Valencia: "Er war mit Spaß, mit voller Freude und voller Emotion wieder beim Autofahren. Und dann weiß man, wie es ihm geht."

Keine Zweifel

Im August 2009 hatte der Mediziner aus der Sportklinik Bad Nauheim Schumacher wegen der Nachwirkungen der Nackenverletzung noch davon abgeraten, als Ersatz für Felipe Massa einzuspringen.

Inzwischen hat er keine Zweifel mehr an der Fitness des 41-Jährigen.

"Man bereitet sich in diesem Geschäft so intensiv vor, dass man vor so einem ersten Höhepunkt schon ziemlich genau weiß, wo man steht", sagte Peil.

"In Ruhe vorbereitet"

Zudem sei jetzt die Situation ganz anders. "Damals war der Zeitpunkt des Wiedereintritts nicht gewählt, nicht von Michael und nicht von seinen Betreuern. Jetzt konnte man sich in Ruhe vorbereiten. Er hatte vorher Vertrauen in seine Leistungsfähigkeit, und jetzt ist er zurück in der Normalität", sagte Peil.

"Das Beste, was passieren kann, ist, dass man merkt, er ist nicht limitiert, er ist nicht eingeschränkt. Genau den Eindruck hatten wir in der Vorbereitung, und dieser Eindruck hat sich in diesen 40 Runden auch bestätigt. Wir sind zufrieden, und ich denke, Michael fühlt sich wohl", so Peil.

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