vergrößernverkleinern
Stefan GP nutzt die Infrastruktur des ehemaligen Toyota-Teams © getty

Während USF1 das endgültige Aus für diese Saison bekannt gibt, hofft das serbische Stefan-Team weiter auf einen Startplatz.

Von Ingo Weber

München - Zwölf Tage vor dem Beginn der neuen Formel-1-Saison ist immer noch offen, wer in Bahrain am Start stehen wird. (DATENCENTER: Die Saison 2010)

Der amerikanische Neueinsteiger USF1 muss seine Hoffnungen auf einen Start nun endgültig begraben.

Der finanziell angeschlagene Rennstall kämpft aber mit allen Mitteln um seine Formel-1-Zukunft.

Diese Saison - so scheint es - hat man offenbar abgehakt.

USF1-Einstieg wohl erst 2011

Wie der US-Sportsender "SpeedTV" am Montag berichtete, soll USF1 bei der FIA einen Aufschub des Einstieges um ein ganzes Jahr beantragt haben, um das Projekt am Leben zu halten.

Auch ein Einstieg während der Saison ist wohl kein Thema mehr. Ganz aufgegeben hat USF1 die Formel 1 aber offenbar nicht.

Die Ernsthaftigkeit seiner Absichten 2011 einzusteigen, habe der Rennstall mit einer siebenstelligen Summe als Sicherheit unterstrichen.

Für die Amerikaner würde bekanntlich der Serbe Zoran Stefanovic gerne einspringen.

Obwohl nach wie vor die Starterlaubnis und dementsprechend auch die Reifen von Formel-1-Belieferer Bridgestone fehlen, untermauert der serbische Geschäftsmann die Ambitionen seines Rennstalles erneut.

Chassis-Präsentation am Dienstag

"Unsere Container sind mittlerweile in Bahrain angekommen", heißt es auf der Internetseite des Teams. Zudem soll am Dienstag das zweite Chassis präsentiert werden.

"Das sollte der letzte Hinweis darauf sein, dass man uns in Bahrain starten lassen soll", sagte Stefanovic.

Doch allmählich verliert er die Geduld und kritisierte am vergangenen Samstag indirekt die FIA: "Wenn wir nicht die Chance erhalten, zu starten, und es gleichzeitig einige Teams nicht rechtzeitig schaffen, dann wird jemand in erheblicher Erklärungsnot sein."

Stefanovic rudert zurück

Hintergrund: Trotz der Querelen um das amerikanische Team, will der Weltverband den Startplatz nicht anderweitig vergeben, was Stefanovic auf den Plan rief.

"Die Träumer aus Amerika werden ihre Aktionen erklären müssen. Mit voller Absicht schwächen sie die Formel 1 durch Träumereien und Märchen von Forschritten. Erfolge erreicht man nicht durch Worte, sondern durch harte Arbeit", kritisierte er.

Am Montag wich Stefanovic aber von seiner aggressiven Linie ab und schlug deutlich diplomatischere Töne an.

Via Pressemitteilung brachte er zum Ausdruck, dass man an der gesamten Weltmeisterschaft teilnehmen möchte und vor allem auch dazu in der Lage sei.

"Wir erkennen an, dass das nur mit der Zustimmung der FIA und der FOM passieren kann. Wir vertrauen darauf, dass die Formel-1-Familie die richtige Entscheidung treffen wird."

Zwei alternative Reifenmarken

Dass das Stefan-Team an der WM teilnehmen könnte, scheint aktuell unumstritten.

Auch bezüglich der Cockpitbesetzung ist alles klar. Kazuki Nakajima hat seinen Platz sicher, als zweiter Fahrer soll Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve seine Erfahrung einbringen.

Unterschrieben hat der Kanadier zwar noch nicht, soll aber laut "Motorsport-Total.com" am Dienstag an der Teampräsentation teilnehmen. 180745(DIASHOW: Villeneuve-Comeback bei Stefan?)

Auch für das Reifenproblem hat man scheinbar eine Lösung gefunden: Statt der Pneus von Bridgestone bieten sich zwei alternative Marken an.

Avon- oder Michelin-Reifen sollten zumindest für die geplanten Runden während der Teampräsentation geeignet sein.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel