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Weltmeister unter sich (v.l.): Button, Alonso, Schumacher und Hamilton © getty

Es wird ernst: Lewis Hamilton, Jenson Button und ganz besonders Fernando Alonso freuen sich auf die Duelle mit Michael Schumacher.

Manama - Michael Schumacher stand bei seiner Rückkehr selbst im Kreise der vier Weltmeister gleich wieder im Mittelpunkt und wurde von seinen schärfsten Konkurrenten mit offenen Armen empfangen.

Und Sebastian Vettel meldete sich eine Stunde später selbstbewusst zur Aufnahme in den Klub der Champions an.

"Ich hoffe, im nächsten Jahr haben wir an gleicher Stelle eine Pressekonferenz mit fünf Weltmeistern", sagte Vettel, nachdem bei der offiziellen Pressekonferenz für den Großen Preis von Bahrain (Training, Fr., 8 Uhr LIVE) Schumacher, Titelverteidiger Jenson Button, Lewis Hamilton und Fernando Alonso Hof gehalten hatten.

Am Donnerstagmorgen hatte Schumacher noch in etwas kleinerem Rahmen verraten, dass er sich vor seinem ersten Rennen nach drei Jahren Pause vor allem auf die Zweikämpfe auf der Piste freut (DATENCENTER: Die Saison 2010 im Überblick).

"Ich genieße es, im Auto zu sitzen und gegen die Leute auf der Strecke zu kämpfen. Das habe ich vermisst", sagte Schumacher: "Bei unserer Teampräsentation habe ich gesagt, dass ich mich fühle wie ein 12-jähriger Junge. Seitdem bin ich ein bisschen älter geworden, aber nicht viel."

Besonderer Ansporn für Alonso

Am Nachmittag stellten sich Alonso, Hamilton und Button mit dem Rekordchampion für einen ganz besonderen Schappschuss den zahlreichen Fotografen, danach verteilten sie dicke Komplimente.

"Ich freue mich, dass Michael wieder da ist, denn ich denke wirklich, dass er der beste Fahrer aller Zeiten ist. Darüber sind wir uns wohl alle einig. Seine ganzen Titel und Rekorde sind vielleicht unmöglich einzuholen. Zu gewinnen mit ihm auf der Strecke, ist einfach wertvoller", sagte Ferrari-Pilot Alonso.

Button im Jungbrunnen

Nicht nur der Spanier, der seine beiden WM-Titel 2005 und 2006 noch gegen den inzwischen 41 Jahre alten Schumacher gewonnen hatte, auch Titelverteidiger Button hieß den Rückkehrer herzlich willkommen und gab ihm einen Klaps auf die Schulter 180745(DIASHOW: Teams und Fahrer 2010).

"Es ist toll, dass Michael wieder da ist. Da fühle ich mich gleich wieder jünger", sagte der 30 Jahre alte Brite, der durch seinen Wechsel zu McLaren quasi bei Mercedes den Platz für Schumacher freigemacht hatte.

"Freue mich auf schöne Kämpfe"

Nach Meinung von Alonso ist Schumachers Comeback gut für die gesamte Formel 1. "Ich war überrascht, dass er zurückgekommen ist. Aber es ist gut für uns alle, für uns Fahrer und für unseren Sport. Das kann der Formel 1 nur helfen", sagte der Spanier, der bei Ferrari in Schumachers Fußstapfen treten will: "Ich freue mich auf ein paar schöne Kämpfe mit ihm."

Auch für Vettel ist es eine tolle Sache, Schumacher wieder im Feld zu haben. "Michael hat die Formel 1 aufgescheucht. Viele sind extra deswegen angereist", sagte der Red-Bull-Pilot: "Das ist gut für unseren Sport. Und für uns junge Fahrer ist es eine Herausforderung, gegen ihn antreten zu können, vor allem, wenn man ähnliches Material zur Verfügung hat."

Rosberg sieht große Fortschritte

Wie für Vettel ist auch für Schumacher der Titel das Ziel, "wenn wir am Anfang der Saison nicht zu viel an Boden verlieren". Schumachers Teamkollege Nico Rosberg sagte, das Silberpfeil-Team werde im Vergleich zu den letzten Testfahrten in Barcelona Ende Februar "große Fortschritte und einen Schritt nach vorne gemacht" haben.

"Ich hoffe, der ist groß genug", sagte der siebenmalige Weltmeister Schumacher, der am Sonntag erstmals nach 1239 Tagen wieder um WM-Punkte kämpft (Lauda im Sport1.de-Interview: "Alle wollen Michael um die Ohren fahren").

Schumi rechnet mit heißem Tanz

Schumacher erwartet, dass an der Spitze vier Teams - McLaren, Red Bull, Ferrari und Mercedes - relativ eng zusammenliegen werden.

"Und die Fahrer haben alle Top-Niveau, da kann man noch nicht sagen, wer am Ende Vorteile haben wird", sagte Schumacher, der sich auf keinen speziellen Gegner freut: "Wir alle wollen gegen den Fahrer kämpfen, der vor uns fährt, da ist es egal, wer das gerade ist."

Trotz der vier Top-Teams und hungriger Fahrer wie Vettel, Alonso, Hamilton oder Button glaubt Schumacher nicht, dass er vor der härtesten Saison seiner Karriere steht.

"Wenn man bis zum letzten Rennen um den Titel kämpft, ist es egal, ob gegen einen oder gegen fünf andere."

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