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Sebastian Vettels Red Bull kam in Bahrain aufgrund eines Defektes nur auf Platz vier © imago

Gute Nachrichten für Vettel: Die FIA erlaubt Renault, seine Motoren nachzubessern. Eine Leistungsexplosion darf aber nicht erwartet werden.

Von Jessica Pulter

München - Die Sorge bei den mit Renault-Motoren ausgestatteten Teams wie Red Bull war groß, denn Experten schätzen, dass die französischen Motoren 20 bis 30 PS hinter der Mercedes-Konkurrenz liegen.

Nun hat die FIA eingewilligt, dass Renault sein RS27-2010-Triebwerk modifizieren darf.

Eine große Leistungssteigerung dürfen die betroffenen Mannschaften wie Red Bull mit Sebastian Vettel dadurch aber nicht erwarten. Es werden lediglich kleine "kosmetische" Verbesserungen durchgeführt.

Weniger Kosten für die Teams

Die Modifizierungen sollen laut "Autosport" nur zwei Aspekte betreffen. Zum einen sollen die Kosten für die Aggregate reduziert, zum anderen die Zuverlässigkeit der Motoren erhöht werden.

Weitere Nachbesserungen, die zum Beispiel den Benzinverbrauch betreffen, sind demnach untersagt. (213022DIASHOW: Bilder des Bahrain-Rennens).

Formel 1 braucht "Balance"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner hatte erst vor ein paar Tagen erklärt, dass sein Team in der Motorenfrage ins Hintertreffen geraten sei: "Diese Sache muss man balancieren, sonst gewinnen die Autos mit Mercedes-Motor am Ende alle Rennen - und das wäre nicht gut für die Formel 1."

Horner befürchtete sogar, dass sich Hersteller entschließen könnten, die Formel 1 zu verlassen, wenn die Motoren ein Merkmal zur Leistungsunterscheidung darstellen.

Sparsame Renault-Motoren

Allerdings hat die Konkurrenz auch Vorteile bei den Renault-Motoren ausgemacht. Sam Michael, Technischer Direktor bei Williams, sieht die französischen Triebwerke beim Benzinverbrauch ganz vorne.

"Die Red-Bull-Autos haben das Rennen in Bahrain mit ungefähr zehn Kilogramm weniger Sprit begonnen als die beiden Ferraris. In den ersten Runden dürfte das auf der verlängerten Schleife von Bahrain einen Vorteil von fast 0,4 Sekunden pro Umlauf bedeutet haben", erklärte Michael gegenüber der "BBC". (SERVICE: Das Rennergebnis)

Ob die Verbesserungen bereits zum Großen Preis von Australien am nächsten Sonntag (Qualifying, Sa. ab 6.45 Uhr LIVE) abgeschlossen sind, bleibt abzuwarten.

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