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Nico Rosberg (r.) fuhr vor seinem Mercedes-Engagement von 2006 bis 2009 bei Williams © getty

Nico Rosberg hatte zum Start die Nase vorn im internen Duell. Und ein Ex-Teamkollege glaubt, dass das auch so bleiben wird.

Melbourne - Nico Rosberg ist das Lachen nicht vergangen - obwohl der 24-Jährige in dieser Saison den wohl schwierigsten Job in der Formel 1 hat.

Er ist Teamkollege von Michael Schumacher. Und egal ob Felipe Massa, Rubens Barrichello oder Eddie Irvine - bislang standen alle Partner klar im Schatten des Rekordweltmeisters.

Das gleiche Schicksal könnte Rosberg drohen, auf der anderen Seite ist es auch die Chance seines Lebens. Wer Schumi schlägt, dem winken Reichtum und Ruhm, dem stehen alle Türen offen.

Beim Auftakt in Bahrain lag er als Fünfter einen Platz vor dem Ausnahmefahrer, ein erster persönlicher Erfolg (214240DIASHOW: Fahrerzeugnis des Bahrain-Grand-Prix).

Webber setzt auf Rosberg

Werden in Australien (Qualifying, Sa. ab 6.45 Uhr LIVE) und darüber hinaus weitere hinzukommen? Einer, der Rosberg gut kennt, ist sich da ziemlich sicher (VIDEO: Die Strecke von Melbourne).

Red-Bull-Pilot Mark Webber, der 2006 sein Teamkollege bei Williams war, glaubt, dass Rosberg im internen Zweikampf die Oberhand behalten wird.

"Ich würde nicht erwarten, dass Schumacher Nico besiegt", erklärt der Australier, der Schumacher eine "verdammt harte Saison" prophezeit.

"Möchte auf Augenhöhe sein"

Rosberg selbst äußert sich vorsichtiger: "Ich möchte auf Augenhöhe mit Michael sein. Und ich denke, dass ich auch in Australien eine starke Leistung zeigen kann", sagt der Mercedes-Pilot vor dem zweiten Saisonrennen in Melbourne.

Was er besser machen kann als einer der besten Rennfahrer aller Zeiten, das weiß er im Moment noch nicht so recht, doch Angst vor Schumacher hat er nicht. Rosberg: "Keiner ist perfekt, also gibt es sicher auch Bereiche, in denen ich stark bin."

Auch die Tatsache, dass Schumacher schon viermal in Melbourne gewonnen hat, lässt Rosberg kalt. "Wenn ich mein Selbstbewusstsein jedes Mal nach den Statistiken von Michael auslege, würde es nicht sehr gut ausgehen für mich", sagt der Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg.

Das alles habe keinen Einfluss auf ihn, auch wenn er "die unglaublichen Rekorde von Michael" ab und zu interessiert nachlese.

Schumacher lässt sich nichts anmerken

Eben wegen dieser glorreichen Rekorde sind Schumachers Comeback und das Duell mit Rosberg für Schumacher ein Risiko, wie Ex-Teamkollege Barrichello nun noch einmal angemerkt hat.

"Er hat mehr gewinnen als zu verlieren", so der Befund des Brasilianers.

Schumacher selbst weiß, dass er noch einiges aufzuholen hat. Und er lässt sich nicht anmerken, dass es ihn ärgert, dass Rosberg in Bahrain das ganze Wochenende schneller war.

"Ich sehe das ziemlich entspannt", sagt der 41-Jährige: "Nico ist ein guter und schneller Fahrer. Deshalb glaube ich nicht, dass ich mich für die Leistung in Bahrain schämen muss."

Rosberg bedeutet der erste Achtungserfolg im internen Duell sehr viel. "Ich bin glücklich, die Ziellinie vor ihm überquert zu haben", sagt der Blondschopf: "Wir haben ein richtig tolles Duell, das sicherlich noch härter werden wird. Es ist wichtig, dass du deinen Teamkollegen schlägst. Er fährt schließlich das gleiche Auto."

Geldregen im Casino

Nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch am Spieltisch gab es für Rosberg schöne Momente.

Als er nach 29 Stunden Reise morgens im Hotel ankam, stand ihm das Zimmer noch nicht zur Verfügung. Deshalb ging er ins Spielcasino - und hatte Glück: "Ich habe drei Stunden gespielt, und aus 75 Euro wurden 800. Das war ein guter Anfang für den Tag", sagte Rosberg der "Bild"-Zeitung.

Auch für das Rennen im Albert Park rechnet sich Rosberg einiges aus. "Diese Strecke passt besser zu uns als Bahrain", sagt der 24-Jährige und kündigt selbstbewusst an: "Wir wollen unser erstes Podium erreichen. Ich gehe nicht davon aus, dass wir beide auf dem Treppchen landen, aber einer von uns könnte es schaffen."

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