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Nico Rosberg und Michael Schumacher (l.) sind seit diesem Jahr Teamkollegen © getty

Nico Rosberg zeigt sich in Malaysia begeistert von einem älteren Kollegen. Viele hätten ihn gewarnt, doch Schumi sei ganz anders.

Malaysia - Das dürfte Michael Schumacher nach seiner Formel-1-Rückkehr mit Hindernissen sicher gerne hören.

Der junge Teamkollege Nico Rosberg macht ihm Mut und lobt den siebenmaligen Weltmeister nach den ersten Wochen der Zusammenarbeit beim neuen Mercedes-Werksteam in den höchsten Tönen. (Schumi fürchtet Vettel)

"Der stärkste Teamkollege"

"Ich habe den stärksten Teamkollegen der gesamten Formel 1. Wenn ich am Ende auf Augenhöhe bin, wäre das ein Erfolg", sagt der 24-Jährige vor dem Großen Preis von Malaysia am Sonntag in Kuala Lumpur in einem Interview der "Bild".

Schumacher hatte zum Saisonstart in Bahrain den sechsten Platz belegt und war beim zweiten Rennen in Australien nur enttäuschender Zehnter geworden.

Der 41-Jährige war daraufhin als "Schleich-Schumi" verspottet worden. Rosberg stärkt dem Rekord-Weltmeister nach dieser Kritik den Rücken: "Dass er zu Beginn Schwierigkeiten haben würde, war doch klar. Er ist drei Jahre nicht gefahren, das ist verdammt lange. Michael wird noch stärker werden."

"Michael total offen"

Die Zusammenarbeit mit dem erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten hatte er sich viel schwieriger vorgestellt, sagt Rosberg.

Einige hatten ihn sogar gewarnt und prophezeit, dass Schumacher versuchen werde, ihn auszutricksen und mental kaputt zu machen. Jetzt aber sei genau das Gegenteil der Fall. Rosberg: "Michael ist total offen und zugänglich. Wir arbeiten richtig gut zusammen."

Der erste echte Mercedes-Silberpfeil nach 55 Jahren ist derzeit noch kein Siegauto, doch Rosberg ist nach einem Besuch in der Fabrik vor zwei Wochen zuversichtlich, dass bald die Wende gelingt.

Trio voraus - noch

"Die Basis unseres Autos stimmt", sagt der 24-Jährige, der in den ersten beiden Rennen jeweils Fünfter geworden war: "Wenn alles so wird, wie es ausschaut, dann sind wir bald vorne dabei. Das sind super Entwicklungen, ich kann's kaum erwarten."

Red Bull, Ferrari und McLaren sind laut Rosberg einfach weiter.

Doch er verspricht den Fans: "Wir werden sie einholen." Das große Problem sei das Überholen, denn das sei laut Schumacher mit dem Mercedes derzeit nahezu unmöglich. "Da hat Michael Recht", sagt Rosberg: "Wir werden langsam, wenn wir nah an ein anderes Auto vor uns heranfahren. McLaren scheint da Vorteile zu haben. Aber wir arbeiten daran."

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