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Nico Rosberg hat die deutsche und finnische Staatsbürgerschaft © imago

Nach dem Podiumsplatz von Schanghai spricht Nico Rosberg im Interview über sein Verhältnis zu Schumacher und den Reifen-Poker.

Schanghai - Nico Rosberg fährt mit dem dritten Platz beim Grand-Prix von China (RENNBERICHT: Button siegt, Rosberg Dritter) zum zweiten Mal in Folge auf einen Podiumsplatz.

In der WM-Gesamtwertung der Fahrer liegt der Mercedes-Pilot mit 50 Punkten auf Rang zwei - lediglich zehn hinter Spitzenreiter Jenson Button, dem Sieger des China-Grand-Prix'.

Im Interview spricht Rosberg über seinen Reifen-Poker, den Fortschritt bei Mercedes und sein Verhältnis zu Michael Schumacher.

Frage: Sie sind zum zweiten Mal in Folge auf dem Podium. Sie haben wie Sieger Jenson Button in der Anfangsphase auf die richtigen Reifen gesetzt, oder?

Nico Rosberg: Das war eine gute Entscheidung. Ich bekam den Vorschlag von meinem Team und meinem Ingenieur und habe dann direkt entschieden: Okay, lass uns weiterfahren und draußen bleiben. Es ist sehr gut ausgegangen. Man bittet dann darum, dass es aufhören soll zu regnen, denn es war auf Messers Schneide. Regnet es ein bisschen weniger, dann ist es schön, und es ging sehr gut. Es war nett, das Rennen eine Zeitlang anzuführen. Aber ich hatte ein bisschen mehr Reifenverschleiß als Jenson. Als es ein bisschen stärker regnete, bekam ich Probleme und habe einen Fehler gemacht, durch den er vorbeikam. Aber generell bin ich natürlich sehr happy mit diesem Resultat. Es war ein guter Schritt in die richtige Richtung. 226242(DIASHOW: Die Bilder des Rennens)

Frage: Und Sie waren wieder deutlich vor Ihrem Teamkollegen. Das Leben bei Mercedes muss für Sie gut sein...

Rosberg: Im Moment fühle ich mich wirklich sehr wohl im Team und bin dankbar dafür. Sie haben mir sehr geholfen, mich zu integrieren, alles passt für mich gut zusammen. Wir haben an diesem Wochenende einen guten Fortschritt gemacht. Wir hatten ein paar Verbesserungen, relativ kleine. Aber es werden noch viele kommen, und das ist sehr vielversprechend für uns.

Frage: Im Moment scheint es so zu sein, dass der Schüler vor dem Lehrer liegt. Glauben Sie, dass dieses Kräfteverhältnis noch lange anhält?

Rosberg: Ich weiß nicht. Vor Saisonbeginn hatte ich gehofft, auf einem Level mit Michael zu fahren. Das wäre für die ganze Saison fantastisch gewesen. Jetzt bin ich vor ihm. Das ist großartig, aber ich denke, dass er schon am nächsten Rennwochenende wieder da sein wird. Hart mit ihm kämpfen zu können für den Rest der Saison, wäre klasse. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich das ganze Jahr einen guten Job machen kann. (Die Stimmen nach dem Rennen)

Frage: Warum konnten Sie am Ende Lewis Hamilton nicht halten?

Rosberg: Lewis kam sehr schnell von hinten. Ich hatte dann erst noch viel Spaß mit ihm. Als er mich dann überholt hatte, sagte ich mir, der dritte Platz ist auch klasse, auch wenn es am Ende gegen Fernando Alonso noch hart war. Ich hatte ein bisschen Angst um meine Reifen, aber an Ende hat es doch funktioniert.

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