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Wertvolle Hände: Fernando Alonso hat sich seine Daumen hoch versichern lassen © imago

Zehn Millionen für zwei Daumen: Ferraris Fernando Alonso geht gut versichert und in sein Heimrennen - und äußerst selbstbewusst.

Von Julian Meißner

München - Fernando Alonso greift ab sofort mit goldenem Händchen ins Lenkrad: Zehn Millionen Euro beträgt die Versicherungssumme für seine beiden Daumen, wie Sponsor Santander in Madrid stolz verkündete.

"Sie sind beim Fahren sehr wichtig. Außerdem signalisieren die Daumen den Erfolg", erklärte Jorge Moran, Leiter der Versicherungssparte des spanischen Finanzdienstleisters den PR-Gag.

"Wir würden die Daumen sehr gern oft in die Höhe gestreckt sehen. Am liebsten schon bald in Barcelona", so Moran.

Entwicklungsrennen beginnt

Auf dem Circuit de Catalunya steigt beim nächsten Grand Prix nicht nur Alonsos Heimrennen, der Große Preis von Spanien ist nach Ansicht des Lokalmatadors auch ein wichtiger Wegweiser für den weiteren Saisonverlauf.

"In Europa zeigt sich, wer um den Titel kämpfen wird und wer nicht", sagte der Champion von 2005 und 2006 am Rande des Sponsorentermins am Montag.

"Die ersten Rennen können atypisch sein, mit wechselhaftem Wetter", erklärte der Ferrari-Star: "Jetzt in Europa kommt der Moment der Wahrheit. Die Teams müssen nun beweisen, dass sie schneller entwickeln können als ihre Rivalen. Es ist der Beginn eines schönen Fights."

Positives Zwischenfazit

Nach dem ersten Viertel der Saison sieht sich Alonso bei der Scuderia jedenfalls in einer guten Lage, nach dem verkorksten Gastspiel bei McLaren 2007 und der anschließenden Rückkehr zu Renault wieder um den Titel kämpfen zu können.

"Insgesamt waren die ersten vier Rennen sehr positiv", sagte Alonso: "Dritter zu sein in der Weltmeisterschaft, nur wenige Punkte hinter dem Führenden, ist eine sehr gute Position." (Alonso und Massa: Machtprobe in Runde 19)

Keine Sorgen der Motoren wegen

Dem triumphalen Ferrari-Doppelsieg beim Saisonauftakt in Bahrain vor seinem Teamkollegen Felipe Massa ließ Alonso zwei vierte Plätze (Australien, China) und einen motorenbedingten Ausfall (Malaysia) folgen.

Die viel diskutierten Triebwerksprobleme der Italiener bereiten dem Spanier angeblich keine Sorgen mehr: "Was die Motoren angeht, haben wir die Probleme gefunden", sagte er, ohne ins Detail gehen zu wollen: "Wir werden versuchen, den Rest der Saison mit einem Motor zu bestreiten, der zu 100 Prozent zuverlässig ist."

Konkurrenz lässt Punkte

Da auch die Konkurrenz nicht gerade durch Konstanz glänzte, liegen beide Ferrari-Piloten noch aussichtsreich im Rennen (DATENCENTER: Der WM-Stand).

"Mit unserem Potenzial und dem super Team, das wir haben, ist dies erst der Anfang", versprach Alonso: "Ich hab eine echte Chance, um den Titel zu kämpfen - darüber durfte ich letztes Jahr nach vier Rennen nicht einmal nachdenken." (227871DIASHOW: Legendäre Duelle der Formel 1)

Sutil: "Niemand wird eine halbe Sekunde finden"

Adrian Sutil glaubt unterdessen nicht, dass es in Spanien zu großen Kräfteverschiebungen unter den Teams kommen wird.

"Die Top Ten werden sehr ähnlich zu dem sein, was wir in den letzten Rennen gesehen haben", so der Gräfelfinger auf der Homepage seines Teams Force India: "Niemand wird eine halbe Sekunde finden. Schon jetzt ist es sehr schwer, die Autos zu verbessern. Wir sind alle an einem Punkt, wo es schon schwer ist, ein einzelnes Zehntel zu finden."

Red Bull im Visier

Ferrari müsste also nach dem Status quo nur Red Bull und mit Abstrichen McLaren fürchten, auch wenn sich Mercedes GP für Barcelona einen echten Leistungssprung erhofft.

Und Sebastian Vettels Team wird die Scuderia bald eingeholt haben - zumindest, wenn es nach Fernando Alonso geht: "Ich glaube fest daran, dass wir sie packen."

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