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Ralf Schumacher fuhr von 1997 bis 2007 in der Formel 1 © imago

Beim Spanien-Grand-Prix zeigt sich Ralf Schumacher in einer ungewohnten Rolle. Die Formel-1-Karriere hakt er noch nicht ab.

Barcelona - Ralf Schumacher ist zurück im Formel-1-Zirkus - allerdings vorerst auf der anderen Seite der Boxenmauer.

Im Rahmenprogramm des Großen Preises von Spanien feierte der 34-Jährige sein Debüt als Teamchef in der neuen GP3-Serie. Aber auch ein Comeback als Pilot in der Königsklasse nach dem Vorbild seines Bruders Michael hat "Schumi II" längst noch nicht abgehakt.

"Wenn es Angebote gibt, werde ich sie mir anhören. Natürlich könnte das reizvoll sein", sagte Schumacher in Barcelona.

Platz bei Stefan GP in Aussicht

Beim Stefan-Team, das eventuell die Hinterlassenschaft von Formel-1-Aussteiger Toyota übernehmen will, ist der sechsmalige Grand-Prix-Sieger einer der Favoriten für ein Cockpit für 2011.

Falls der Rennstall des serbischen Unternehmers Zoran Stefanovic vom Automobil-Weltverband FIA für 2011 den vakanten 13. Platz in der Königsklasse erhalten sollte.

Teilhaber beim Mücke-Team

In Barcelona war Ralf Schumacher, normalerweise als Mercedes-Werksfahrer in der DTM unterwegs, auf allen Kanälen als TV-Experte für die Auftritte seines Bruders gefragt. 234521(DIASHOW: Das Qualifying in Barcelona)

Die Interviews gab er im weißen Shirt des GP3-Teams RSC Mücke Motorsport. Das RSC steht für Ralf Schumacher, denn der Wahl-Österreicher ist als Teilhaber beim Rennstall des Berliners Peter Mücke eingestiegen.

Antreiber für Nachwuchsfahrer

"Ich habe die GP3 gewählt, weil es eine neue Serie ist und alle technisch auf dem gleichen Stand sind. Und ich mache alles, was ein Teamchef eben so macht", erzählt Schumacher grinsend.

So stand er dann auch bei den beiden Rennen von Barcelona mit Kopfhörern im Kommandostand an der Boxenmauer und konnte den "jungen Fahrern mal so richtig Feuer machen".

2008 als Fahrer im Team

Der Kontakt zu Mücke war über die DTM zustande gekommen. Für die Berliner fuhr Schumacher in seiner ersten DTM-Saison 2008, bevor er im vorigen Jahr ins Werksteam HWA aufrückte.

"Ralf steht unseren jungen Fahrern mit Rat und Tat zur Seite und lässt sie damit von den Möglichkeiten profitieren lassen, die ihm in seiner Karriere zur Verfügung standen", erzählt Peter Mücke.

Schumacher will also etwas zurückgeben - und er will auch selbst etwas lernen.

"Genug zu tun"

Er kann sich nämlich nicht nur als Pilot eine Rückkehr in die Formel 1 vorstellen. Auch die Position des Teamchefs in der Königsklasse könnte interessant werden, weil ihm die Rolle außerhalb des Cockpits gefällt.

"Aber jetzt mache ich erstmal die GP3, da gibt es genug zu tun", sagt Schumacher.

Denn in den beiden Rennen in Barcelona war ein 13. Platz von Tobias Hegewald die beste Platzierung für das Team von Ralf Schumacher.

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