vergrößernverkleinern
Mark Webber feierte 2009 auf dem Nürburgring seinen ersten Sieg © getty

Red Bull verlängert ausgerechnet nach dem Drama von Istanbul den auslaufenden Kontrakt mti Mark Webber - jedoch nur um ein Jahr.

London - Das einstige "Auslaufmodell" Mark Webber wird beim Formel-1-Team Red Bull zum Dauerbrenner.

Der australische WM-Spitzenreiter hat seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert und wird gemeinsam mit seinem deutschen Teamkollegen Sebastian Vettel auch 2011 für den österreichisch-englischen Rennstall auf Titeljagd gehen.

Dies gab Red Bull am Montag bekannt.

"Es war eine einfache Entscheidung, zu bleiben", sagte Webber, der seit 2007 zum Team gehört. Bereits seit Anfang des Jahres habe man entsprechende Gespräche geführt.

Unterschriftsreif sei das Papier in Barcelona gewesen. "Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich habe eine fantastische Beziehung zum ganzen Team, und unsere Fabrik in Milton Keynes ist wie ein Zuhause für mich", erklärte Webber.

Überraschungsmann der Formel 1

Für den 33-Jährigen haben sich damit die herausragenden Leistungen in dieser Saison ausgezahlt. Webber hat dabei unter anderem binnen acht Tagen die Rennen in Barcelona und Monte Carlo gewonnen und führt die WM-Fahrerwertung mit 93 Punkten vor dem britischen Titelverteidiger Jenson Button (McLaren-Mercedes/88) an.

"Es ist unglaublich, diesem Team anzugehören, das sich von einem Platz im Mittelfeld zu einem echten Anwärter auf den WM-Titel entwickelt hat", sagte Webber, der der Überraschungsmann in der Formel 1 ist.

Vor der Saison hätte wohl kaum jemand einen Pfifferling darauf gesetzt, dass Mark Webber über die WM 2010 hinaus für Red Bull fahren würde.

Wie ein Uhrwerk

Sebastian Vettel, dessen Vertrag ebenfalls bis Ende 2011 läuft, galt als klare Nummer eins, Webber als schmückendes Beiwerk, das bald ersetzt wird.

Doch im Laufe der WM lief Webber seinem deutschen Teamrivalen mehr und mehr den Rang ab. Während Vettel des Öfteren patzte, fuhr Mark Webber wie ein Schweizer Uhrwerk.

In die letzten drei Saisonrennen ging er jeweils von der Pole Position aus, gewinnen konnte er zwei. Auch in Istanbul lag der Australier in Führung, als eine 243334viel diskutierte Kollision mit Vettel den Weg für Ex-Weltmeister Lewis Hamilton frei machte.

WM-Vierter 2009

Bereits in der vergangenen Saison hatte Mark Webber mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

Ihm gelangen zwei Saisonsiege, auf dem Nürburgring sowie in Brasilien (Interlagos). Am Ende stand ein vierter Rang in der WM-Wertung. Dabei sah es zwischenzeitlich sogar so aus, als könne er um den Titel mitfahren.

Kurzfristige Planung

Dies ist sein großes Ziel geblieben. "Ich hoffe, dass wir noch viele Erfolge feiern und unser Ziel erreichen, Weltmeister zu werden", sagte Webber, der froh ist, inzwischen in einer komfortablen Situation zu sein.

"Ich mag es nicht, in der Formel 1 irgendwo abzuhängen. Ich freue mich, dass ich in meinen Planungen inzwischen von Jahr zu Jahr denken kann", so Webber, der auch die weniger schönen Momente im Leben kennengelernt hat.

Noch 2008 vor dem Aus

So stand seine Karriere Ende 2008 plötzlich vor dem Aus. Webber erlitt bei einem Mountainbikerennen im heimischen Tasmanien mehrere Knochenbrüche. Unklar war damals, wie lange er ausfällt.

Dabei hatte zu diesem Zeitpunkt Adrian Newey für Red Bull gerade erst ein konkurrenzfähiges Auto entwickelt, zudem wurde Sebastian Vettel als Teamkollege verpflichtet. Doch Webber erholte sich glücklicherweise schnell und war beim Saisonstart 2009 wieder mit von der Partie.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel