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Jenson Button wurde in seiner zehnten Formel-1-Saison Weltmeister © getty

Der Weltmeister verklagt Mercedes und fordert ein Original des Brawn-Boliden. Sportlich kündigt er Verbesserungen des McLaren an.

Von Marc Ellerich

München - München - Jenson Button hat sich offenbar nicht nur auf der Rennstrecke mit dem Mercedes-Team angelegt. (BERICHT: Doppelsieg für McLaren)

Der McLaren-Pilot soll das deutsche Team verklagt haben, wie die "Daily Mail" berichtete.

Streitobjekt ist offenbar der Brawn-Bolide von 2009 gewesen, mit dem Button den Weltmeister-Titel holte. Button fordert ein Exemplar des Renners für sich - dieses soll ihm vertraglich zugesichert sein.

Eine Million Pfund

Das englische Blatt zitierte Quellen, die dem Champion, der vor der Saison zum Renommierteam McLaren gewechselt, nahe stehen. "Der Sieg im vergangenen Jahr war ein Höhepunkt seines Lebenswerks. Eines der Modelle, die er zum Titelgewinn steuert, wäre das Sahnehäubchen", wurde eine unbekannte Person zitiert.

Der Wert eines Brawn-Exemplars wird auf eine Million britische Pfund beziffert, umgerechnet 1,2 Million Euro.

Außergerichtliche Einigung

"Wir haben kein Ersatz-Chassis von 2009, da aus Kostengründen nur eine begrenzte Zahl produziert worden ist", zitierte die Zeitung aus einer E-Mail, in der sich Mercedes äußert. Man könne allerdings eine Kopie produzieren.

Ein Replikat aber will der derzeitige WM-Zweite nicht haben, "der besondere und einzigartige" Wert würde fehlen.

Offenbar haben sich beide Parteien aber doch außergerichtlich geeinigt. "Wir haben eine freundschaftliche Lösung gefunden und werden uns nicht weiter vor Gericht um die Sache streiten", wurde Buttons Sprecher zitiert.

"Wechsel war richtig"

Interessant ist der mögliche Hintergrund der Angelegenheit, über den "Motorsport-Total.com" spekuliert: Möglicherweise wolle man der Konkurrenz keine Details des Brawn-Boliden verraten, da solche in die Entwicklung des neuen Silberpfeils geflossen sein könnten.

Sportlich betrachtet Button seinen Wechsel von Brawn GP zu McLaren als vollauf gelungen. "Ich weiß, dass es einige Menschen gab, die das hinterfragt haben. Denen konnte ich nun beweisen, dass der Wechsel richtig war", erklärte der Champion vor dem Europa-Grand-Prix in Valencia.

Sein Rennstall lege mittlerweile den Fokus auf die Qualifying-Leistung des McLaren. Der Wagen sei dauerhaft siegfähig, das hätten die bisherigen Rennen gezeigt.

"Aber wir haben noch einige Verbesserungen in der Hinterhand, mit denen wir es dann im Qualifying mit den Red Bulls aufnehmen können", so der Brite.

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