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Sebastian Vettel feierte bislang sieben Siege in der Formel 1 © getty

Red Bull macht sich Sorgen, dass Sebastian Vettel abgeworben werden könnte und will den Deutschen langfristig binden.

Silverstone - Am vorigen Samstag ist Sebastian Vettel gerade erst 23 Jahre alt geworden, das Red-Bull-Team würde ihn aber am liebsten mit einem Rentenvertrag für den Rest seiner Karriere an sich binden.

"Sebastian ist die Zukunft. Er wird noch viele Jahre fahren und gewinnen", sagt Teamchef Christian Horner im Vorfeld des britischen Grand Prix in Silverstone (Training, Freitag, 11 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im TV auf SPORT1).

Dort wollen die "Bullen" mit ihrem Zugpferd laut der "Sportbild" über eine vorzeitige Vertragsverlängerung über 2012 hinaus sprechen.

Vettel ist nicht nur schnell wie nie und könnte in England mit einem weiteren Sieg und etwas Schützenhilfe zum ersten Mal in seiner Karriere die WM-Führung übernehmen.

Der Blondschopf aus Heppenheim ist auch begehrt wie nie. Offenbar haben ihn alle Top-Teams ganz oben auf der Liste, Formel-1-Boss Bernie Ecclestone würde ihn gerne an der Seite von Fernando Alonso bei Ferrari sehen.

Frühzeitige Verlängerung angestrebt

"Ich weiß, dass Mercedes Sebastian haben will. Ferrari auch. Sogar McLaren ist nicht abgeneigt", sagt Horner in der "Sportbild": "Deshalb wollen wir Sebastian langfristig binden." Scherzhaft spricht Horner von einer Zusammenarbeit bis 2028: "Dann ist er 41. So wie heute Michael Schumacher."

Ernsthaft geht es aber wohl zunächst um eine Verlängerung des eigentlich noch zwei weitere Jahre laufenden Kontrakts bis 2015.

Zwölf Millionen pro Jahr?

Angeblich bietet Red Bull eine Anhebung des Gehalts von acht auf zwölf Millionen Euro pro Jahr und dazu eine Option bis 2018 mit einer weiteren Steigerung von zehn Prozent pro Saison.

"Ich habe noch einen längerfristigen Vertrag mit Red Bull. Was danach kommt, wird man sehen", sagt Vettel, der seine Geschäfte immer noch ohne Manager allein mit Vater Norbert regelt: "Geld spielt bei mir aber keine Hauptrolle. Für mich ist es wichtig, immer in einem konkurrenzfähigen Auto zu sitzen und ein Team um mich herum zu haben, in dem ich mich wohlfühle."

"Fantastische Atmosphäre"

Das ist momentan der Fall.

"Ich verstehe mich mit allen im Team sehr gut. Die Atmosphäre ist fantastisch, gerade in den letzten zwei Jahren, wo es anfing, dass das Auto immer besser funktioniert", sagt Vettel.

Er hatte 2009 den WM-Titel knapp verpasst hatte und war hinter dem Briten Jenson Button Vize-Weltmeister geworden: "Das ganze Team rückt näher zusammen. Man merkt, dass der Hunger da ist, die Motivation, der Siegeswille."

Heimspiel auch für Red Bull

Daher würde Vettel gerne wie im vorigen Jahr in Silverstone gewinnen.

"Die Fabrik, in der die Autos gebaut werden, ist nur einen Katzensprung entfernt, knapp 20 Minuten. Da kommen natürlich viele Leute vom Team selbst, die das ganze Jahr um die Autos herum arbeiten, sie aber eher selten auf der Strecke fahren sehen", erklärt Vettel.

Zwölf Zähler hinter Hamilton

Ein Sieg in Silverstone würde Vettel, der seit dem Erfolg in Valencia jetzt mit sieben GP-Siegen der zweiterfolgreichste deutsche Formel-1-Pilot nach Michael Schumacher (91) ist, aber auch selbst in eine noch bessere Position im Kampf um den Titel bringen.

Im Moment hat er als Dritter mit 115 Punkten zwölf Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton (127 Punkte) und sechs Punkte auf dessen britischen Landsmann und McLaren-Kollegen Button (121).

Große Ziele

Das bedeutet: Sollte Vettel wie 2009 vor seinem Teamkollegen Mark Webber (103) gewinnen und Hamilton nicht Dritter werden, würde Vettel schon als Spitzenreiter zu seinem richtigen Heimspiel am 25. Juli auf dem Hockenheimring kommen.

Vettels Ziel ist klar: "Ich will den Sieg in Silverstone wiederholen, dann in Hockenheim gewinnen und am Ende Weltmeister werden." Als jüngster Champion aller Zeiten ...

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