vergrößernverkleinern
Aufreger in Budapest: Adrian Sutil kollidiert mit Robert Kubica © imago

Adrian Sutil sieht eigentlich keinen Grund zu wechseln, betont aber, dass Renault in seinen Überlegungen eine Rolle spielt.

Von Julian Meißner

München - Der letzte direkte Kontakt Adrian Sutils mit dem Renault-Team war wenig erbaulich.

Beim Großen Preis von Ungarn kollidierte der deutsche Force-India-Pilot in der Boxengasse mit Robert Kubica, für beide Fahrer war das Rennen bald darauf beendet.

Zuletzt hatte Sutil immer wieder öffentlich mit einem Engagement bei den Franzosen geliebäugelt - doch nun scheint der Gräfelfinger eine Verlängerung bei seinem jetzigen Arbeitgeber vorzuziehen.

"Derzeit sehe ich keinen Grund, das Team zu wechseln", wird Sutil von der indischen Zeitung "Hindustan Times" zitiert.

Entscheidung zieht sich hin

Allerdings sei es für eine endgültige Entscheidung "noch zu früh, denn niemand weiß, was Renault machen wird".

Die "Equipe jaune" ist momentan der einzige Rennstall, der Sutil ein attraktiveres Cockpit anbieten kann als dies bei Force India der Fall ist. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Petrow auf der Kippe

Denn die Plätze bei den vier großen Teams sind ausgebucht, wie auch Kubica weiß. Der Pole hat seinen Kontrakt bei Renault deshalb unlängst verlängert.

Auf der Kippe steht dagegen Formel-1-Neuling Witali Petrow. Daraus macht der Teamchef der Franzosen auch keinen Hehl.

"Viele Fahrer wollen zu uns"

"Es stimmt, dass viele Fahrer zu uns kommen wollen", sagte Eric Boullier gegenüber "Auto Hebdo": "Aber wir wollen Witali die Unterstützung geben, die er braucht, um sein Potenzial auszuschöpfen. Wir werden so lange warten wie möglich."

Petrow stellte in Budapest seine Fähigkeiten unter Beweis: Mit Platz fünf fuhr er das beste Ergebnis seiner noch jungen Formel-1-Karriere ein und erleichterte so den Entscheidungsprozess für die Teamleitung keineswegs.

Sutil sieht sich im Soll

Doch Sutil wäre mit einer längerfristigen Beschäftigung bei Force India wohl auch glücklich.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung", sagte er rückblickend auf den bisherigen Saisonverlauf: "Mein Ziel war es, konstant Punkte zu sammeln. Das ist eigentlich auch passiert."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel