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Michael Schumacher hat bereits 91 Grand-Prix-Siege herausgefahren © getty

Schumacher sucht Gründe für die miese Saisonbilanz: Der Silberpfeil passe weder zu ihm, noch zu Rosberg, noch zu den Reifen.

Von Olaf Mehlhose

München - Michael Schumacher lässt sich nicht entmutigen

Trotz des enttäuschenden Saisonverlaufs sieht der Mercedes-Pilot keinen Grund, an der eigenen Leistungsfähigkeit zu zweifeln.

Die Saison 2010 hat der siebenmalige Weltmeister - genauso wie sein Rennstall - bereits abgehakt. Die Planungen für das kommende Jahr laufen hingegen schon auf Hochtouren.

Vorher muss allerdings noch geklärt werden, warum Schumi bei seinem Comeback so weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist (270014Bilder: Schumis harte Seite - seine Affären).

Nicht in Entwicklung einbezogen

"Man muss einfach betonen, dass wir dieses Auto in die Hände gedrückt bekommen haben", begründet der Formel-1-Rückkehrer die fehlende Abstimmung zwischen Fahrern und Auto.

Er und Teamkollege Nico Rosberg seien als Teamneulinge kaum in die Entwicklungsarbeit einbezogen worden und müssten daher relativ viele Kompromisse eingehen.

Andere Einstellungen als Button

Demnach bevorzugte Vorgänger Jenson Button ein deutlich untersteuertes Auto, während Schumacher mit einer Tendenz zum Übersteuern besser zurechtkommt.

Doch das ist noch nicht alles.

"Die Reifen sind natürlich auch ein großes Thema", sagt der Mecedes-Fahrer, sieht darin aber nicht den Hauptgrund für den fehlenden Erfolg:

"Fakt ist, dass das Auto überhaupt nicht harmoniert - weder mit den Reifen, noch mit den Fahrern. Insofern gilt es, die ganze Zeit darin zu investieren, dass das im nächsten Jahr nicht der Fall ist." (Berger versteht Schumi: "Wir fuhren brutaler")

Großer Rückstand

123 Punkte Rückstand auf den WM-Führenden Mark Webber und 56 Punkte auf den Teamkollegen Rosberg lautet die ernüchternde Saisonbilanz des Rekord-Weltmeisters.

"Wenn man sich die Punktetabelle anschaut, dann darf man sicher nicht zufrieden sein", zeigt sich Schumacher selbstkritisch.

Kampfansage von Schumi

Gleichzeitig schickt Schumi aber auch eine Kampfansage an die Konkurrenz:

"Es gibt gute Gründe, warum der Unterschied relativ groß ist. Fakt ist, dass ich mich hier rundum wohl fühle. Wir sind auf dem richtigen Wege, um im nächsten Jahr wieder konkurrenzfähig zu sein."

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