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Adrian Sutil stand in seiner Karriere einmal in der ersten Startreihe: 2009 in Monza © imago

Adrian Sutil kommt voller Zuversicht aus der Sommerpause und will schon beim Belgien-GP am Rekordweltmeister vorbeiziehen.

Von Julian Meißner

München - Adrian Sutil kommt voller Selbstbewusstsein aus der Sommerpause in die Formel 1 zurück: Der Force-India-Pilot möchte sich im letzten Saisondrittel keinen Geringeren als Rekordweltmeister Michael Schumacher zur Brust nehmen.

"Ich will den Mann vor mir auf Platz neun noch einholen", formulierte der Bayer in der "Bild" sein Primärziel für die verbleibenden sieben Rennen. Schumacher sei "auf jeden Fall" zu packen.

Der 41-jährige Mercedes-Star kämpft nach wie vor mit seinem Silberpfeil.

"Er liegt nur drei Punkte vor mir und muss im nächsten Rennen zehn Plätze weiter hinten starten. Vielleicht kann ich das nutzen und nach Spa bereits vor ihm stehen", hofft Sutil.

Schumi schwer gehandicapt

Schumacher war nach seinem wilden Blockade-Manöver von Ungarn gegen seinen ehemaligen Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello mit einer Rückversetzung für die Startaufstellung in Spa bestraft worden.

Beim Großen Preis von Belgien (Freies Training, Fr., 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER), wo 1991 Schumachers Formel-1-Karriere begann, wird er deshalb wohl chancenlos sein.

Gute Erinnerungen an Spa und Monza

Sutils Optimismus hat einen weiteren Grund: "Es kommen jetzt gute Strecken für mein Auto. In Spa und Monza werden wir Vorteile haben."

Schon vergangenes Jahr ließ die indische Crew von Milliardär Vijay Mallya beim legendären Rennen in den belgischen Ardennen aufhorchen. Giancarlo Fisichella holte sich überraschend die Pole Position und musste im Rennen nur Kimi Räikkönen im Ferrari den Vortritt lassen.

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Beim folgenden Italien-Grand-Prix 2009 zeigte Sutil eine starke Performance auf der Highspeed-Strecke von Monza und wurde Vierter.

"Wir haben eine gute Basis geschaffen und versucht, das Auto weiter zu entwickeln", erklärte Sutil und meinte rückblickend: "Aller Anfang ist schwer, jetzt funktioniert der Laden."

"Konkurrenz viel größer"

Schumachers Comeback sieht er mit gemischten Gefühlen. Zwar mache Deutschlands Motorsport-Legende einen "zufriedenen Eindruck".

Doch was die WM-Chancen für das nächste Jahr angeht, ist Sutil skeptisch: "Die Konkurrenz ist mittlerweile viel größer geworden. Fünf bis sechs Fahrer können gewinnen. Früher war Ferrari sehr überlegen. Da haben sie auch gewonnen, wenn sie im Qualifying mal einen Fehler gemacht haben. Aber die Formel 1 hat sich verändert, sie ist ausgeglichener geworden."

Fernziel WM-Titel

Was für den 27-Jährigen eine Chance ist. "Ich will um die Weltmeisterschaft kämpfen", kündigte er an: "Momentan ist Rang zehn in Ordnung, aber jetzt muss es weitergehen. Irgendwann muss der große Durchbruch kommen, das ist mein Ansporn."

In welchem Team dies geschehen soll, ließ Sutil offen.

Es gebe "verschiedene Optionen für 2011", er wolle sich nun aber erst einmal voll auf die laufende Saison konzentrieren.

Mit Force India den Titel zu holen, wäre "ein Traum, aber wohl unrealistisch".

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