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In Sachen WM-Titel steht es 7:0 zwischen Michael Schumacher (l.) und Sebastian Vettel © getty

Angesichts der Strecke in Belgien ist der Red-Bull-Pilot "vorsichtig optimistisch". Das WM-Rennen gehe fast wieder bei Null los.

Spa - Sebastian Vettel läutet den Endspurt ein: Der Große Preis von Belgien ist für den Vize-Weltmeister nach der Sommerpause der Formel 1 fast wie der Start in eine neuen Saison.

"Das WM-Rennen geht fast wieder bei Null los", sagte der Red-Bull-Pilot am Donnerstag in Spa bei der Pressekonferenz für den 13. von 19 WM-Läufen (Freies Training, Fr., 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) .

In der spannendsten WM-Entscheidung der letzten Jahre sei jetzt allerdings nicht mehr so viel Platz für Fehler wie zu Beginn eines Jahres.

"Bei nur noch sieben Rennen ist jedes einzelne natürlich wichtiger", meinte der 23-Jährige.

Fünf Fahrer innerhalb von 20 Punkten

Vor dem Rennen in Spa liegen die ersten fünf Fahrer in der Gesamtwertung innerhalb von nur 20 Punkten, für einen Sieg gibt es in diesem Jahr im neuen Punktesystem 25 Zähler.

Vettel hat mit 151 Punkten als Dritter nur zehn Zähler Rückstand auf seinen führenden Teamkollegen Mark Webber (161).

Gute Titelchancen haben zudem die beiden McLaren-Piloten Lewis Hamilton (157) und Jenson Button (147) sowie Ferrari-Fahrer Fernando Alonso (141).

Kein Blick zurück

Den zahlreichen verpassten Punkten durch Pannen oder eigene Fehler - insgesamt schon 128 - trauert Vettel aber nicht nach.

"Natürlich hätten wir mehr Punkte haben können, aber das könnten die anderen schließlich auch sagen", meinte er: "Am Ende zählen nur die Punkte auf der Wertungsliste, und da bin ich nur zehn Punkte zurück."

Keine Red-Bull-Strecke

Für das Rennen am Sonntag ist er trotz der vielen langen Geraden und Vollgaspassagen, die seinem Auto nicht so gut liegen, "vorsichtig optimistisch" und freut sich vor allem auf den Mittelteil mit vielen schnellen Kurven, die der Red Bull in diesem Jahr so durchfliegt wie kein anderes Auto.

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"Das ist aber natürlich nicht Ungarn", sagte Vettel, der in Budapest der schnellste Mann auf der Strecke war. Weil er aber den Neustart nach einer Safety-Car-Phase nach eigener Einschätzung verschlafen und viel mehr Abstand als erlaubt zum vor ihm fahrenden Webber gelassen hatte, hatten die Rennkommissare ihm aber eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt.

So stand am Ende statt des dritten Saisonsieges und der ersten WM-Führung seiner Karriere nur der dritte Platz.

Mehr Training als Urlaub

In der Sommerpause hatte er sich zunächst mit einem kurzen Urlaub ein bisschen entspannt, danach aber schnell wieder das Training aufgenommen.

"Man muss seinen Rhythmus halten. Allerdings war das Wetter in Europa leider nicht so gut", sagte Vettel, den auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug und sein Freund Michael Schumacher als heißen WM-Kandidaten sehen.

Mercedes denkt schon an 2011

Vettel sei sein Favorit, sagte Haug: "Aber Mark Webber wird ihn nicht vorbeiwinken, so wenig wie das Lewis Hamilton und Jenson Button im McLaren-Mercedes tun werden."

Für Rekordweltmeister Schumacher sehen "Sebastian und sein Auto schon sehr stark aus. Er ist in einer guten Position, aber es ist sehr eng."

Im Gegensatz zu den Silberpfeilen, die schon mehr und mehr den Fokus auf das Auto für 2011 verschieben, hat für Vettel und sein Red-Bull-Team der Titelkampf natürlich Priorität.

"Unser Ziel ist es, Rennen und die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Aber Ferrari und McLaren werden wie wir sicher bis zum Ende kämpfen", sagte Vettel.

Angesichts des neuen Punktesystems seien selbst Rückstände von 40 Punkten keine Entscheidung. "Dass Fernando Alonso wieder zurück im Rennen ist, zeigt, wie schnell sich alles ändern kann."

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