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Rubens Barrichello bestritt sein erstes Formel-1-Rennen 1993 in Südafrika für Jordan © getty

In den meisten Rekordlisten ist der Belgien-GP am Sonntag Rubens Barrichellos 298. Rennen, er trägt aber die 300 auf dem Helm.

München - Der Brasilianer Rubens Barrichello feiert beim Großen Preis von Belgien in Spa seinen 300. Grand Prix - und ist dabei seinem eigenen Rekord voraus.

Nach Angaben der meisten inoffiziellen Rekordlisten ist das Rennen am Sonntag (13.45 Uhr im LIVE-TICKER) erst das 298. des 38 Jahre alten Brasilianers, was ihn aber nicht von einer großen Jubiläumsparty abhält.

"Ich fühle mich sehr privilegiert, seit so langer Zeit in diesem Sport zu sein, und es fühlt sich großartig an, diesen Meilenstein zu erreichen", sagte Barrichello, dessen Williams an diesem Wochenende ebenso eine große 300 zieren wird wie seinen Helm und seinen Rennanzug.

In seiner eigenen Rechnung zählt Barrichello nämlich zwei Streitfälle aus der Saison 2002 mit.

Keine verbindliche Liste

"Es gibt zwei Rennen, Barcelona und Magny-Cours 2002, bei denen ich in der Startaufstellung stehengeblieben bin", sagte Barrichello, der diese Rennen mitzählt.

Eine offizielle und damit verbindliche Liste des Automobil-Weltverbandes FIA gibt es nicht.

Zweiter in der Reihe der Dauerfahrer ist Rekordweltmeister Michael Schumacher, der am Sonntag sein 263. Rennen bestreitet. Langjähriger Rekordhalter war der Italiener Riccardo Patrese mit 256 Rennen.

Böse Erinnerungen an Spa

1998 in Spa hatte Barrichello zunächst das Rennen aufgenommen, nach dem größten Massencrash der Formel-1-Geschichte konnte er dann beim Neustart wegen fehlender Teile aber nicht mehr antreten.

Dieses Rennen wird allerdings von den meisten gezählt, weil er im ersten Anlauf losgefahren war.

Nicht in der Liste taucht dagegen überall der Große Preis von San Marino in Imola auf, wo Barrichello nach einem Unfall am Freitag zum Qualifying und zum Rennen nicht antreten konnte.

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SMS von Schumi

"Rubinho" bestätigte im Vorfeld des Rennens in Belgien, dass sich Michael Schumacher nach seinem harten Manöver von Budapest bei seinem ehemaligen Teamkollegen entschuldigt hat.

"Ich habe eine SMS von ihm bekommen", so Barrichello: "Jemand hatte ihm gesagt, ich hätte den Eindruck gehabt, er wolle mich an die Wand drücken. Das sei nicht der Fall gewesen und er wolle sich entschuldigen."

Nachtragend ist der Vater zweier Söhne offenbar nicht: "Ich habe nur geantwortet: 'Danke, kein Problem!' Ich habe es akzeptiert und ihm ein gutes Wochenende gewünscht. Das Leben geht weiter."

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