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Nico Rosberg liegt mit 94 Punkten auf Platz sieben der WM © imago

Nico Rosberg zieht eine zwiespältige Bilanz der bisherigen Saison. Für 2011 sieht er Mercedes GP allerdings im Vorteil.

Spa - Enttäuscht vom zu langsamen Silberpfeil, aber positiv überrascht von der Zusammenarbeit mit Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Die bisherige Saisonbilanz von Mercedes-Pilot Nico Rosberg fällt zwiespältig aus. "Das Auto ist eine Enttäuschung für uns alle. Wir möchten Rennen gewinnen, und das ist im Moment mit dem Auto nicht möglich", sagte Rosberg im Vorfeld des Großen Preises von Belgien (So. 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau".

Als "mittlere Katastrophe" wie Ende Juli beim Heimspiel in Hockenheim würde Rosberg seinen Dienstwagen allerdings nicht mehr bezeichnen. "Eine Katastrophe ist, was in Pakistan passiert, nicht das, was unser Auto betrifft", sagte der 25-Jährige.

"Fahre, um Rennen zu gewinnen"

Für 2011 hofft Rosberg allerdings auf Besserung. "Man darf nicht vergessen, dass Mercedes das Auto mit rund 400 Mann entwickelt hat, Ferrari, Red Bull und McLaren dagegen noch mit 800 oder mehr Leuten arbeiten. Im Winter müssen diese Teams wegen der vereinbarten Personalobergrenzen nachziehen. Da sind wir also im Vorteil", sagte der Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg. (Schumi: Auto wurde uns in die Hände gedrückt)

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Seine gute Bilanz gegenüber dem siebenmaligen Weltmeister Schumacher ist Rosberg nicht so wichtig. "Natürlich freut es mich, dass der Vergleich zu meinem Teamkollegen so aussieht. Andererseits würde ich lieber in der WM-Wertung ganz vorne sein. Ein siegfähiges Auto wäre mir lieber. Ich fahre, um Rennen zu gewinnen", sagte er.

"Tauschen uns mehr aus"

Insgesamt beurteilt er sein Verhältnis zu Schumacher als gut. "Ich denke schon, dass der Respekt seinerseits mir gegenüber gewachsen ist. Wir tauschen uns jetzt mehr aus als früher. Das kommt dem ganzen Team zugute", sagte er. Das interne Duell mit dem erfolgreichsten Formel-1-Fahrer aller Zeiten hatte Rosberg "als Chance begriffen".

"Ich habe daran geglaubt, dass ich gute Leistungen bringen kann. Und wenn er dann doch schneller ist, ist es nicht ganz so schlimm, von jemandem geschlagen zu werden, der siebenmaliger Weltmeister ist", erklärte Rosberg: "Mein Ziel war, ihm auf Augenhöhe begegnen zu können. Ich bin extrem zufrieden, wie die Saison in dieser Beziehung gelaufen ist. Michael Schumacher ist immer noch extrem stark. Es wird immer schwierig sein, gegen ihn zu fahren."

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