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Nico Hülkenberg wird von "Mister 20 Prozent" Willi Weber gemanagt © getty

Nico Hülkenberg beißt in seiner Premierensaison. Bei SPORT1 spricht er über die Zukunft bei Williams und das Fernziel WM-Titel.

Von Julian Meißner

München - Formel-1-Rookie Nico Hülkenberg steht offenbar dicht vor einer Vertragsverlängerung beim Williams-Team, könnte sich jedoch langfristig auch gut vorstellen, bei der Scuderia Ferrari anzudocken.

"Ich möchte bei Williams bleiben und habe auch nur Positives gehört", sagte der 23-Jährige vor dem Großen Preis von Italien (Training, Freitag 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) im Gespräch mit SPORT1: "Ich gehe davon aus, dass es weitergeht."

Sein Vertrag beim Team von Formel-1-Urgestein Frank Williams läuft nach der Premierensaison aus, es existiert aber eine Option auf Verlängerung.

Aller Anfang ist schwer

Hülkenberg, der nach dem Gewinn der GP2-Meisterschaft 2009 sein erstes Jahr in Königsklasse bestreitet, hat nach 13 Saisonläufen zehn WM-Punkte auf dem Konto - 20 weniger als sein erfahrener Teamkollege Rubens Barrichello, der jüngst in Spa seinen 300. GP bestritt.

"Wir sind vom Speed nicht dort gestartet, wo wir gedacht hätten", erklärte Hülkenberg rückblickend auf den bisherigen Saisonverlauf: "Das war ein bisschen ernüchternd und hat es für mich als Rookie im ersten Jahr ziemlich schwer gemacht."

In den letzten Rennen aber habe man das Auto "sehr verbessert", und auch er selbst habe sich gesteigert.

"Habe viel Lob erhalten"

Überhaupt sei das Feedback für seine Performance aus den Reihen des Traditionsrennstalls weitgehend positiv: "Ich habe viel Lob erhalten", sagte der Emmericher: "Es geht kontinuierlich aufwärts, und ich lerne viel im Moment."

[kaltura id="0_so8abdu7" class="full_size" title="Nico H lkenberg zu Gast bei Motodrom"]

Als einer von sechs deutschen Piloten in der Königsklasse könnte der Youngster so früher oder später auch ins Visier der "Nationalmannschaft" von Mercedes GP gelangen.

Doch Hülkenberg hat andere Präferenzen. "Es gibt viele reizvolle Arbeitgeber. Aber mein Wunschteam ist eigentlich eher Ferrari als Mercedes", erklärte er.

Top-Ten-Plätze als Nahziel

Sein Team richtet den Fokus bei der Entwicklung des Boliden längst auf das kommende Jahr, hat aber für das Nachtrennen in Singapur noch ein laut Hülkenberg "vielversprechendes" Update im Köcher.

"Ich hoffe, dass wir noch das eine oder andere Top-Ten-Ergebnis erreichen können", gibt der Schützling von Michael Schumachers Ex-Manager Willi Weber das Ziel für die verbleibenden sechs Rennen in der Saison 2010 aus.

Bis dato ist Platz sechs beim Ungarn-Grand-Prix das beste Ergebnis in seiner noch jungen Formel-1-Karriere.

Doch Hülkenberg, der bereits 2008 für Williams einen Formel-1-Renner testete, plant mit Weitsicht: "Es gibt keinen genauen Zeitplan, aber natürlich ist das Endziel, Formel-1-Weltmeister zu werden."

Am liebsten mit Ferrari.

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