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Ross Brawn (r.) und Michael Schumacher waren auch bei Ferrari ein Team © getty

Ross Brawn will den Boliden für 2011 nicht speziell auf Schumacher abstimmen. Hamilton erwartet, dass Mercedes stärker wird.

Monza - Mercedes wird den Silberpfeil für die Saison 2011 nicht speziell für Rekordweltmeister Michael Schumacher bauen.

"Wir bauen kein Auto um Michael herum, sondern wir wollen einfach ein gutes Rennauto entwickeln. Wir bauen keine spezielle Charakteristik ein", sagte Teamchef Ross Brawn am Rande des Großen Preises von Italien in Monza.

Allerdings hofft das "Superhirn", dass die Charakteristik der Reifen des künftigen Lieferanten Pirelli Formel-1-Rückkehrer Schumacher mehr entgegenkommt als die der Bridgestone-Gummis in diesem Jahr (270014DIASHOW: Schumachers Skandale).

Ähnliche Vorstellungen wie Rosberg

Auch Schumacher selbst, der in dieser Saison die hohen Erwartungen seiner Fans nach seiner Rückkehr noch nicht erfüllte, sieht kein "Schumacher-Auto", zumal auch die Wünsche des Teamkollegen Nico Rosberg seinen relativ ähnlich seien.

"Ich kann mich an kein Auto erinnern, das an einen speziellen Fahrstil angepasst war", sagte Schumacher:

"Es gibt aber mit den Fahrern eine ständige Weiterentwicklung, die dann in bestimmte Richtungen gehen kann. Aber zuerst geht es darum, das Auto so schnell und effizient wie möglich zu machen."

Konzentration gefehlt

Brawn erklärte in Monza zudem, warum der aktuelle Silberpfeil kein Siegerauto geworden ist.

[kaltura id="0_jwnb3gsk" class="full_size" title="Eine Runde in Monza"]

Der Vorlauf in der Entwicklung betrage zwölf Monate. "Als dieses Auto entstand, haben wir uns auf viele Dinge konzentriert. Auf den Fortbestand der Firma, auf den Kampf in der WM. Wir haben uns nicht auf dieses Auto konzentriert", sagte Brawn.

In der Endphase der Saison 2009 kämpfte sein Rennstall erfolgreich gegen Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel um die WM-Krone, die Jenson Button schließlich gewann. Zudem holte Brawn den Konstrukteurstitel und bereitete zugleich den Verkauf seines Rennstalls an Mercedes vor.

Mit der Entwicklung des Silberpfeils für 2011 sei man dagegen schon sehr weit, sagte Brawn. Dabei fließen die Erfahrungen aus diesem Jahr natürlich ein. "Ich glaube zu verstehen, warum wir da sind, wo wir gerade stehen", sagte Brawn.

Hamilton rechnet mit Aufschwung

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton rechnet ebenfalls damit, dass Mercedes in der kommenden Saison stärker wird.

"Dieses Jahr hatte Michael kein schnelles Auto und war keine Bedrohung. Man muss aber sehen, dass Mercedes ein Debütanten-Team ist", sagte der McLaren-Pilot der "Bild am Sonntag":

Auch wenn Ross Brawn und Norbert Haug "gefühlte tausend Jahre" dabei seien: "Man wird eben nicht gleich im ersten Jahr Weltmeister. Aber wartet mal ab, sie tüfteln für nächstes Jahr bestimmt schon was aus. Und dann ist Michael wieder da."

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